Ab dem Schuljahr 2010 / 2011 werden alle Schülerinnen und Schüler in Hamburg entweder in Primarschulen (Klasse 0 bis 6) oder in Stadtteilschulen (Klasse 7 bis 13) bzw. Gymnasien (Klasse 7 bis 12) unterrichtet. Übergangsweise gibt es Schulen, die die 5. Klassen auch schon als Primarschule einrichten. Für ein Jahr gibt es also fünfte Klassen sowohl an den Primarschulen (insgesamt 24 sog. Starterschulen) als auch an den Stadtteilschulen.
Um eine optimale Verteilung von Schulformen und Schulprofilen über das gesamte Stadtgebiet hinweg zu ermöglichen, wurden regionale Schulentwicklungskonferenzen (RSK) eingerichtet. Hier sollten Schulleitungen, Lehrkräfte, Elternvertreter und Schüler (aus der Sekundarstufe) einer Region (es gibt insgesamt 22 Regionen in Hamburg, die Schule Ohrnsweg gehört zur Region 22 = Neugraben / Fischbek und Finkenwerder / Altes Land) nach guten Lösungen suchen, um den Bedarfen aller gerecht zu werden. Dazu hatten die RSK bis zum Mai 2009 Zeit. Danach prüfte die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) die Vorschläge der RSK und entschied über die regionale Schulstruktur: für die Schle Ohrnsweg wurde festgelegt, dass wir eine eigenständige zweizügige Primarschule werden.
Die erste RSK der Region 22 tagte am 22.09.2008 und wurde sowohl von den beiden regional zuständigen Schulaufsichten als auch einem externen Moderatorenteam begleitet. Weitere Termine folgten, auch Arbeitssitzungen in kleineren Kreisen wurden durchgeführt.
Es galt viele Dinge zu beachten:
... um nur einige wenige Fragestellungen zu nennen.
Nicht alle Fragestellungen konnten im Konsens beantwortet werden, aber es gab zumindest den festen Willen aller Beteiligten, die endgültige Entscheidung der BSB zügig und sinnvoll umzusetzen.
Die Eltern unserer damaligen Drittklässler, die Lehrkräfte, der Elternrat und die Schulkonferenz der Schule haben mit sehr großen Mehrheiten (bis hin zur Einstimmigkeit) beschlossen, bei der Behörde für Schule und Berufsbildung einen Antrag auf Einrichtung der 5. Klassen der Primarschule schon zum Sommer 2010 zu stellen. Diesem Antrag wurde stattgegeben.
Inzwischen liegen uns 36 feste Anmeldungen für die fünften Klassen vor und wir können davon ausgehen, dass im Sommer zwei fünfte Klassen eingerichtet werden. Damit wären wir von der Vorschulklasse für zur fünften Klasse durchgängig zweizügig - genau wie es dem Schulentwicklungsplan auf Grundlage der RSK entspricht.
Um ein möglichst breitgefächertes Bildungsangebot machen zu können, arbeiten wir mit allen Schulen der Region zusammen, entwickeln synchrone Zeitschienen, stimmen die Fortführung der möglicherweise gewählten zweiten Fremdsprachen ab, bilden uns als Kollegium fort und sorgen für grundständig ausgebildetes Personal. Wir freuen uns darüber, unsere erfolgreiche Grundschularbeit unmittelbar in der Primarschule mit den fünften Klassen fortführen zu können.
Dies wird sich auch durch ein mögliches Scheitern der Kompromissverhandlungen zwischen der Bildungsbehörde und den Gegnern des Reformprozesses nicht ändern: die Starterschulen sind von den Verhandlungen ausdrücklich und in beiderseitigem Einverständnis ausgenommen!
Der Elternrat der Schule hat eine Stellungnahme zur Schulreform abgegeben in der er den Reformprozess eindeutig befürwortet.
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