Konzept für die Vermittlung grundlegender
Fähigkeiten im Umgang mit neuen Medien

  1. Bedeutung neuer Medien

    ''Neue Medien'' sind heute selbstverständlicher Bestandteil der kindlichen Lebenswelt, hierzu gehört neben der passiven Nutzung von Radio, Fernsehen, oder digitalen Datenträgern auch die aktive Teilhabe an Kommunikationsprozessen. Eine ''Schnittstelle'' an der viele Informations- und Unterhaltungsmedien zusammentreffen und verfügbar sind, ist der Computer. Der Umgang mit diesem Medium wird in steigendem Maße zu einer ''Schlüsselqualifikation'' für die Bewältigung alltäglicher Lebenssituationen im Freizeit- wie auch im Kommunikations- und Bildungsbereich auch sehr junger Kinder.
    Um diese Qualifikation verantwortlich entwickeln zu können, müssen Kinder ebenso mit der Nutzung des Computers sowie einer damit verbundenen Nutzung des Internet vertraut gemacht werden, so wie sie auch in die Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen eingeführt werden.
    In manchen Bundesländern wird bereits die Erlangung eines PC-Führerscheins als Kulturtechnik bezeichnet.
    Der Hamburger Bildungsplan weist der Einführung in den Umgang mit neuen Medien eine große Bedeutung zu: ein eigens dafür definiertes projektorientiertes und fächerübergreifendes Aufgabengebiet, in dem Themenfelder und Leistungsanforderungen definiert werden.


    1. Bedeutung für den einzelnen Schüler

      Der Schüler soll sich im Alltag selbstbestimmt in der medialen Welt orientieren. Der Computer ist dabei das Instrument, das ihn zur Teilhabe an der Welt der Erwachsenen im Internet befähigt - mit allen damit verbundenen Chancen und Gefahren. Daher gehört neben der Förderung von Selbstbewusstsein die Entwicklung von Kommunikations- und Informationskompetenz zu den Chancen der PC-Nutzung - dennoch muss gleichzeitig die Kenntnis um die Gefahren im Internet zum Grundwissen des Schülers gehören.


    2. Bedeutung für den Alltag

      Die Möglichkeit, mit anderen Menschen per e-mail zu kommunizieren, ist für Kinder deutlich attraktiver als Briefe zu schreiben und gewinnt auch durch den schnellen Austausch stark an Reiz gegenüber herkömmlichen Formen schriftlicher Kommunikation. Hierdurch wird der Computer zum Begleiter auf dem Weg zum richtigen Schreiben. Gleichzeitig ist er ein wesentlicher ''Spiel - Partner'' des Kindes, eine bewusste Nutzung bzw. Ablehnung von Spielen kann von Schule und Elternhaus begleitet werden. So gehört die verantwortliche Auswahl von Computer-Spielen ebenso wie die zunehmende Nutzung eines Katalogs wie z.B. in einer Bücherhalle, usw...längst zu den Anforderungen, die ein Kind bewältigen muss.


    3. Bedeutung für schulische Nutzung

      Mit Hilfe des Computers erhält der Schüler die Möglichkeit, praktisch unbegrenzt an Materialien zu Themen des Unterrichts in allen ''Fächern'' zu kommen (Information) und seine Arbeitsergebnisse in anspruchsvoller Form zu präsentieren (Dokumentation). Hieraus könnte auch weiterhin eine Publikation z.B. im Stadtteil oder auf der Homepage resultieren. Ein wichtiges Gebiet - auch für den Bereich Deutsch oder Fremdsprachen - ist der Austausch mit anderen Schulen / Schülern und die Möglichkeit schnell Antwort zu bekommen (Kommunikation). Außerdem können Lernprogramme zu einzelnen Unterrichtsfächern dem Schüler die Möglichkeit bieten, sich individuell und im eigenen Lerntempo Wissen anzueignen (spez. Software).

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