Konzept zur Gewaltprävention

  1. Die Bedeutung von Gewalt


    1. Die Bedeutung von Gewalt im Allgemeinen

      Was ist Gewalt?

      Wenn man das Wort Gewalt hört, denkt man im Kontext der Schule, zuerst oft an das Schlagen oder Treten zwischen zwei Mitschülern. Der Begriff der Gewalt umfasst jedoch einen viel größeren Bereich. Die WHO definierte 2002 Gewalt folgendermaßen:

      Gewalt ist eine angedrohte oder ausgeführte absichtliche Anwendung physischer Kraft und Stärke gegen sich selbst, eine andere Person oder eine Gruppe oder Gemeinschaft, die entweder mit großer Wahrscheinlichkeit oder tatsächlich zu Verletzung, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklungen oder Verlust führt.

      Somit fängt gewalttätiges Handeln viel früher an und beinhaltet auch sowohl beschimpfen und drohen, als auch ärgern, mobben, stehlen, Sachbeschädigung und vieles mehr. Da Konflikte und Gewaltsituationen oft sehr emotionale Auseinandersetzungen sind, in denen negative Gefühle zum Durchbruch kommen, sollte man versuchen der Gewalt zuvorzukommen. Eine moderne verantwortungsvolle Schule muss ihre Schülerinnen und Schüler schützen und Gewalt verhindern, am besten bevor sie entsteht.


    2. Die Bedeutung von Gewalt an der Schule Ohrnsweg

      Gewalt gehört zur Lebenswelt der Kinder. Somit hat jede Schule mit Gewalt zu tun. Diese lässt sich wie folgt einteilen:

      • Körperliche Gewalt (schlagen, treten, ...)
      • Verbale Gewalt (beschimpfen, beleidigen, ...)
      • Psychische Gewalt (drohen, mobben, ...)
      • Gewalt gegen Gegenstände (Dinge klauen, verstecken, zerstören, ...)

      Obwohl es an der Schule Ohrnsweg keine beunruhigenden Gewaltvorfälle gibt, soll schon auf erste Formen von Gewalt reagiert und vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Zustand auch langfristig zu sichern.
      Als besonders störend empfinden die Kolleginnen und Kollegen körperliche Gewalt (schlagen/schubsen/treten) und verbale Gewalt (beleidigen).
      Wir möchten unseren Kindern rechtzeitig sozial-emotionale Kompetenzen vermitteln und sie damit positiv in ihrer Lebensbewältigung unterstützen.


    3. Die Bedeutung von Gewaltprävention
      für den individuellen Schüler


      Die meisten Auseinandersetzungen im Schulalltag beginnen mit Wortgefechten, Beleidigungen und Bedrohungen. Wenn niemand eingreift, gehen diese im Laufe einer Eskalation in Tätlichkeiten über. Die Schülerinnen und Schüler brauchen Maßnahmen, die sie befähigen, ihre Probleme, ihre Unsicherheiten und Proteste so auszudrücken, dass anderen und ihnen selbst kein Schaden zugefügt wird.
      Für ein konstruktives Verhalten in Konflikten ist es wichtig, eigene und fremde Gefühle richtig zu erkennen und zu bewerten und mit ihnen umgehen zu können.
      Gewaltpräventive Maßnahmen sollen die Schülerinnen und Schüler stärken, damit sie Gefühle ernst nehmen, sie angemessen ausdrücken können und angemessen auf eigene und fremde Gefühle reagieren. Schülerinnen und Schüler müssen umsetzbare Lösungsstrategien für Konfliktsituationen entwickeln, die sie ausprobieren und in ihr tägliches Handlungsrepertoire übernehmen können. Deshalb setzt sich ein gutes Gewaltpräventions-programm aus diesen Punkten zusammen :

      • Empathie fördern
      • mit ihren Aggressionen umgehen können
      • Möglichkeiten der Kommunikation einüben
      • Handlungsstrategien entwickeln und üben

      So werden unsere Schülerinnen und Schüler selbstbewusst und stark - auch für schwierige Situationen.

Arbeit und Süßes