Rahmenkonzept zur Sprachfördererung

  1. Organisation der Sprachförderung


    1. Additive Förderung

      Nach langjährigen Erfahrungen mit der Förderung von Kindern in den Bereichen Sprache, Lernen sowie sozialer und emotionaler Entwicklungsstörungen hat sich gezeigt, dass Sprachförderung in unterschiedlichen Dimensionen erteilt werden muss: Integrativ als Bestandteil eines jeden Unterrichts und additiv als spezielle Förderung außerhalb des regulären Unterrichts.
      Die additive Sprachförderung ist für die Kinder, die diese benötigen, verbindlicher Unterricht. Bei der Zusammensetzung der Gruppen für die additive Förderung wird neben der Zugehörigkeit der Kinder zu angrenzenden Klassenstufen auch auf den aktuellen Sprachentwicklungsstand und die Ergebnisse der umfassenden Diagnostik geachtet. Die fördernden Lehrkräfte sollen dabei feste Bezugspersonen für feste Fördergruppen sein.
      Seit längerer Zeit arbeitet die Schule Ohrnsweg mit den umliegenden Kindergärten im Rahmen der Kooperation von KTH und Schule zusammen. Diese Zusammenarbeit soll weiter fortgesetzt und um Angebote der additiven Sprachförderung außerhalb der KTH-Betreuungszeiten ergänzt werden. Zeit und Ort der Förderung sollen sich hierbei an den Möglichkeiten der Kinder und Eltern, der KTHs und Schule orientieren und flexibel angepasst werden. Angestrebt ist hier eine Zusammenfassung der Kinder mit denen aus der Vorschulklasse der Schule.


    2. Integrative Förderung

      Basierend auf den Erfahrungen als Integrative Regelschule mit individuellen Förderplänen und integrativer Unterrichtsarbeit, gepaart mit dem Bewusstsein, dass Sprachförderung permanenter Bestandteil jeglichen Unterrichts sein sollte, legen die Klassenteams die Schwerpunkte der integrativen Sprachförderung in den Förderplänen für die Schülerinnen und Schüler detailliert fest. Durch die Teamorientierung bei der Klassenleitung ist gewährleistet, dass mögliche Förderschwerpunkte sich in allen Unterrichtsfächern verankern lassen.
      Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die kooperativen Lernformen mit hohen Kommunikationsanteilen der Kinder untereinander sowie Präsentationen von Arbeitsergebnissen vor der Klasse. Auch die immanente sprachliche Förderung durch die Erhöhung der Lesekompetenz mittels der Antolin-Internet-Plattform ist ein Schwerpunkt der Arbeit.

Holzbohrer