Konzept zur
Verlässlichen Halbtags-PGrundschule (VHGS)

II. Umsetzung in die Praxis

 

1. Wochenstrukturplan

Das Prinzip der VHGS setzt eine tägliche Schulzeit der Schüler und Schülerinnen (SuS) der Klassenstufen 1 bis 4 von 5 Zeitstunden voraus, d.h. sie werden von 8:00 bis 13:00 Uhr verlässlich unterrichtet. Für die 6.-Klässler ist täglich von 8:00 bis 13:30 verlässlicher Unterricht.
Folgenden Wochenstrukturplan legen wir für unsere Schule fest (Grundraster):

Zeit Mo Di Mi Do     Fr    
 8:00
bis  8:30
KBK KBK bzw. Wahlpflicht Kl. 6 KBK KBK bzw. Wahlpflicht Kl. 6 KBK
 8:30
bis  9:40
         
 9:40
bis 10:10
''aktive Pause''
10:10
bis 11:40
         
11:40
bis 12:10
''aktive Pause''
12:10
bis 13:00
bzw. 13:30 für Kl. 6
         
13:05
bis 14:05
Sprach-
förderung
  Sprach-
förderung
   

Grundraster des Wochenstrukturplans
(Die Schulleitung achtet auf die Umsetzung und Einhaltung der schuleigenen Stundentafel.)
KBK = Kulturelle Basis-Kompetenzen:
Förderung von basalen Kompetenzen in den Bereichen Soziales, Sprechen, Lesen, Schreiben, Rechnen durch verschiedenste Angebote von Erzählkreis bis Wochenplanarbeit.

 

1.1 Erläuterungen zur äußeren Struktur

Der Schulvormittag setzt sich aus der KBK-Phase, drei Unterrichts- sowie zwei Pausenblöcken zusammen. Für Kinder, die an der additiven Sprachförderung teilnehmen, kommt zweimal pro Woche eine Stunde dazu. Für die 6. Klassen findet der Wahlpflichtunterricht in Abstimmung mit allen umliegenden Schulen dienstags und donnerstags jeweils im ersten Block statt.
Der Gong kennzeichnet folgende Zeitpunkte:

  • Schulbeginn um 8:00 Uhr
  • Beginn und Ende der Aktiven Pausen um 9:40 bzw. 10:10 Uhr und um 11:40 bzw. 12:10 Uhr
  • Ende des Schulvormittags um 13:00 Uhr und noch einmal um 13:30 Uhr (nur für die 5. und 6. Klassen)
  • Ende der Sprachförderung um 14:05 Uhr

An der Sprachförderung nehmen nicht alle Kinder teil. Der Schulbeginn ist für alle Kinder auf 8:00 Uhr festgelegt und damit verbindlich.

 

1.2 Erläuterungen zur inneren Struktur sowie der daraus resultierenden pädagogischen Arbeit

 

1.2.1 Unterrichtsblöcke

Der Unterrichtsvormittag beginnt an allen Tagen mit der Förderung der Kulturellen Basis-Kompetenzen (KBK); nur die 6. Klassen beginnen zwei Tage mit dem Wahlpflichtunterricht. Die KBK-Phase geht in den ersten Unterrichtsblock über. In dieser Zeit ist ein Mitglied des jeweiligen Klassenlehrerteams in den Klassen anwesend. Die SuS erleben so eine ruhige, entspannte Einstiegsphase in ihren Schulvormittag.
Der zweite Block wird eher durch Fachunterricht und möglicherweise durch einen Lehrkraftwechsel gekennzeichnet sein.
Im letzten Block findet wieder unterbrechungsfreier Unterricht statt. Dieser Block ist einerseits so kurz gefasst, dass die Kinder, die anschließend noch an der Sprachförderung teilnehmen, dies noch leisten können, andererseits aber lang genug, um auch inhaltlich bedeutsam arbeiten zu können.

 

1.2.2 Frühstück

Essen und Trinken sind für das Lernen von großer Bedeutung. Aus diesem Grunde haben die Kinder die Möglichkeit, in den Klassen zu frühstücken.
Im Wochenstrukturplan ist das Frühstück jedoch nicht als feste Vorgabe für alle Klassen zeitgleich vorgesehen. Jedes Klassenteam legt den Zeitpunkt des gemeinsamen Frühstücks für die jeweilige Klasse fest. In den Pausen steht den Schülerinnen und Schülern das Schüler-Café zur Verfügung, wo sie sich zu äußerst günstigen Preisen mit frisch zubereiteten Speisen und Getränken versorgen können.

 

1.2.3 Wahlpflicht für die Klassen 5 und 6, sowie Projektwochen für alle Kinder

Im Wahlpflichtunterricht für Klasse 6 werden kompensatorische Angebote unterbreitet, die 2. Fremdsprache unterrichtet oder Kurse für Naturwissenschaften, Künste, Sport etc. angeboten. Die 2. Fremdsprache ist dabei in regionaler Kooperation mit allen Schulen in Süderelbe organisiert, so dass die Kinder aus einem breiten Angebot wählen können. Dazu sind die Wahlpflichtzeiten in der Region synchronisiert.
Außerdem gibt es zwei Projektwochen pro Jahr für alle Kinder. Eine Projektwoche umfasst drei, die andere fünf Tage. Beide enden mit Präsentationen der Arbeitsergebnisse. Die Lehrkräfte stimmen Inhalte und didaktische Überlegungen miteinander ab.

 

1.2.4 Zusammenarbeit der Lehrkräfte

Die Klassen werden von Klassenteams (2 und mehr Pädagogen) geführt. Zu deren Arbeit gehören auch regelmäßige Teamsitzungen. Es werden gegenseitige, klassenübergreifende Hospitationen mit entsprechenden Nachbereitungen durchgeführt. Außerdem findet ein regelmäßiger pädagogischer Austausch auf Stufenkonferenzen und in Fachkonferenzen statt.

Schule Ohrnsweg