Nov 242007
 

unser Plakat

Picasso hätte Augen gemacht am Tag der offenen Tür in der Schule Ohrnsweg am Samstagnachmittag, den 24. November 2007.

Mit vielfältigen, kreativen Angeboten wurden die Besucher in den Bann des großen Malers gezogen. Insgesamt 10 Stationen hatten die Schülerinnen und Schüler der Schule vorbereitet. Mit einem künstlerisch wertvollem Laufpass ausgestattet, der zu Hause als Picassokunst-Leporello aufgebaut werden kann, war es möglich, sich ein umfangreiches Bild über den berühmten Künstler zu machen.

Porträts aus Zeitschriften wurden in Streifen geschnitten, so dass ein anderer Blick auf Bilder entstand und geometrische Formen wurden zu Kunstwerken geknickt, geschnitten und geklebt.

Sponge Bob, La Fee und Shrek waren nur einige Lieblinge der Grundschüler, die als kubistische Stars verfremdet, neu entdeckt und erraten werden mussten.

Dass man wie Picasso nur mit einer Linie Tiere zeichnen kann, haben Kleine und Große erfolgreich ausprobiert. Ebenso war es gar nicht so schwer, nach Picassovorbild einen Weihnachtsmann zu malen, der bestimmt ein gelungener individueller Gruß zum Fest sein wird.

Besonders beeindruckend war die Station „Portraits“. Hier wurde mit einfachen Mitteln den Besuchern Picassos simultane Wiedergabe eines Gesichts von vorn und von der Seite verdeutlicht. Mit Hilfe eines Tageslichtprojektors erhielten die Kinder ihr eigenes Schattenbild aus diesen beiden Perspektiven und konnten so Picassos Sichtweise nachempfinden und ihr Portrait nach Art des Künstlers mit Tusche gestalten.

Auffallend war, dass viele Eltern selbst motiviert wurden, die gezeigten Techniken auszuprobieren. Ein Vater äußerte, dass er sich hatte gar nicht vorstellen können, wie man Grundschulkinder mit so einem schwierigen Maler vertraut machen könnte. Fasziniert lobte er die künstlerischen Angebote und meinte, dass es gut ist, wenn die Schüler wissen, dass „Picasso keine Automarke“ ist.

Etliche Besucher bedauerten, dass die Zeit zu kurz sei, um alle Angebote ausprobieren zu können. Trotzdem gönnten sich viele eine Pause in der Cafeteria, in der vom Elternrat und Lehrern selbstgebackener Kuchen zum Minipreis angeboten wurde.

Wer jedoch eher Appetit auf etwas Herzhaftes verspürte, konnte sich mit spanischen Tortillas und Antipasti aus der Heimat des Künstlers stärken, die es an einer Laufpassstation gab.

Zum Abschluss des Nachmittags fand in der gut gefüllten Aula die mit Spannung erwartete Auflösung des Preisrätsels statt. Unter fünf ausgestellten Kunstwerken sollte ein Gemälde Picassos erkannt werden. Viele Besucher hatten die richtige Lösung gefunden, so dass das Los entscheiden musste. Eine Schülerin der zweiten Klasse gewann den Hauptpreis: ein Büchlein über Picasso.

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