2.8 Das Spiel(e)-Konzept

 

Das Spiel(e)-Konzept – Einordnung der Spielidee in das Ganztagschulprogramm – Räumliche Grundlagen – Organisatorische und zeitliche Grundlagen – Spielen an der Schule Ohrnsweg – Spielen im Unterricht – Spielen in der Pause – Spielen im Ganztag – Ausblick                 Das Spiele-Konzept – Spielekonzept

2.8.1 Einordnung der Spielidee in das Ganztagschulprogramm
2.8.2 Räumliche Grundlagen
2.8.3 Organisatorische und zeitliche Grundlagen
2.8.4 Spielen an der Schule Ohrnsweg
  Ausblick

 

2.8.1 Einordnung der Spielidee in das Ganztagschulprogramm
Da wir seit dem Schuljahr 2013/14 ein Ganztagsangebot nach Rahmenplan anbieten, werden unterrichtliche Inhalte auch in den Nachmittag verlagert.
Schule ist damit ein Ort, an dem die Kinder den größten Teil ihres Tages verbringen. Schule ist so nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Lebens. Deshalb erhält das Spiel im Rahmen der Ganztagsschule eine wichtige Funktion: Phasen von Konzentration und Entspannung wechseln sich sinnvoll ab und gewährleisten bestmögliche Bildungsmöglichkeiten für die Kinder in unserem Stadtteil.
Räumliche, zeitliche, organisatorische Einordnung in den Schulalltag

Die sich aus unserem Leitbild ergebende Wertschätzung des Spielens findet sich in Strukturen unseres Schulalltags wieder.

2.8.2 Räumliche Grundlagen
Räumliche GrundlagenDurch den Spieleraum haben die Schüler und Schülerinnen verlässlich die Möglichkeit, innerhalb eines variationsreichen Spiel(e)angebots eine Auswahl zu treffen und mit Partnern ihrer Wahl zu spielen.
Damit dies gewährleistet ist, werden variable Tische, ansprechende Bodennutzung, übersichtliche Regale und Trapezbänke bereitgestellt. Ein Gruppenraum bietet Möglichkeiten für das Spielen in ruhiger Atmosphäre

2.8.3 Organisatorische und zeitliche Grundlagen
zeitliche VerortungDie Verantwortlichkeiten des Klassen-und Schülerrates sollen deutlich erweitert werden. Im Schülerrat gehört ebenso wie im Klassenrat der Punkt „Spiele-Verwaltung“ regelhaft zur Tagesordnung.
Das Ausleihen der Spiele für die Klasse wird vom Jahrgangsteam geregelt.
Eine Liste zur Ausleihe hängt im Spieleraum bereit. Der Leihzeitraum beträgt maximal 2 Wochen.
In der „aktiven Pause“ sind die jeweiligen „Dienst-Kinder“ der älteren Jahrgänge (Klasse 3 und 4) für die Ausleihe der Spielgeräte zuständig. Es gibt einen Spieletag und einen Reparaturtag im Schuljahr, der jeweils mit Unterstützung interessierter Eltern durchgeführt wird.
Es existiert ein Belegungsplan für den Spieleraum, der auch klassenübergreifende Regelungen zulässt (Jungentreff, Mädchentreff, usw.).
Es ist gewährleistet, dass mind. zwei Spielekurse und zwei Mittagsangebote im Spieleraum angeboten werden.

Neben der regelmäßig stattfindenden Projektwoche, auf derem abschließenden Präsentationstag („Schulfest“) für die interessierte Öffentlichkeit mehrere Spielangebote gemacht werden, gibt es mehrfach im Schuljahr „Erlebnistage“, z. B. einen für Mathematik(Spiele zum logischen Denken, Kombinationsspiele, etc.), für Literatur, … darunter aber immer auch einen Spieletag. So wird deutlich, dass den Beteiligten der Schule Ohrnsweg das Thema „Spielen“ bedeutsam ist.

2.8.4 Spielen an der Schule Ohrnsweg
Unsere Vision für die Schule Ohrnsweg ist die Installierung einer Spielkultur, die durch Fairness, Freude und Verantwortung gekennzeichnet ist. Es ist uns sehr wichtig, dass in Absprache mit dem Kollegium und dem Elternrat ein Fundus angeschafft wird, der aus Brettspielen, Konstruktionsspielen und Outdoor-Spielen besteht. Die Schüler erhalten regelmäßig die Gelegenheit, sich bei bekannten Spielen zu entspannen oder neugierig unbekannte Angebote auszuprobieren. Dabei können die Kinder selbst entscheiden, ob sie sich zutrauen einmal zu verlieren oder bei Konstruktions-und Bauspielen wettkampffrei zu agieren. Durch eine regelmäßige Nutzung wird sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler den Fundus kennen und dass auch die damit verbundenen Regeln bekannt sind. Neue Absprachen innerhalb einer Kindergruppe fördern die Argumentationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft – sind also jederzeit möglich und gut!
Die Kinder lernen bereits beim Eintritt in die Vorschulklasse (VSK) einige Spiele kennen und werden dabei von älteren Schülern und Lehrkräften unterstützt.

Konkret

Spielen im Unterricht

  • Als Bestandteil von Arbeitsphasen, Lernspiele z.B. im Stationslauf, Lernarrangements oder Werkstätten
  • Spielen nach beendeter Arbeit
  • Spiele zur Entspannung bei dosierter Überforderung

Spielen in der Pause

  • Spielen und Toben auf dem Schulhof
  • „Aktive Pause“
  • Spielen im Spieleraum in der Mittagspause (2 mal pro Woche)

Spielen im Ganztag

  • Spiele in den Kursen
  • Mittagsbetreuung im Spieleraum
  • Spielen in betreuten Randzeiten (Hort)
  • Regelmäßige Tage an denen Spiele angeboten werden, z.B. Bundesjugendspiele, Spieletag, Mathetag, Literaturtag, …
    bei denen auch Eltern und Lehrkräfte aktiv werden.

Durch die Unterstützung des Schulvereins ist die Nachhaltigkeit des Spielangebots gewährleistet. Eltern helfen in organisatorischen Dingen (Instandhaltung, Durchführung des Spieletages,…).

Ausblick
Entspannte Spielsituationen „nutzen“ wir, um aufeinander zuzugehen und Heterogenität für alle fruchtbar zu machen. Dabei gehört die Einbeziehung von Eltern, bzw. des sozialen Umfeldes als eine wesentliche Gelingensbedingung dazu. Doch neben allen pädagogischen Überlegungen um den möglichen Nutzen des Spiels bleibt doch das spielende Kind der Mittelpunkt. Und das Kind darf auch gerne „einfach nur so“ spielen, Spielen um zu spielen – absolut zweckfrei.

Damit kommt das Spielen allen Kindern zugute.