Leitgedanken

 

Die Grundschule Ohrnsweg versteht sich als eine Schule, die jedem Kind Rechnung trägt. Wir gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und die verschiedenen Lernausgangslagen ein, mit denen die Kinder bei uns eingeschult werden und versuchen, alle Kinder gemäß ihren Fähigkeiten zu fördern.

Für die Förderarbeit ergeben sich dabei drei grundlegende Prinzipien:

1. Individualisierter Unterricht

2. Elemente ganzheitlicher und kontinuierlicher Förderung

3. Multiprofessionelle Förderung

Diese sollen im Folgenden näher erläutert werden:

Zu 1. Individualisierter Unterricht

Jeder Mensch ist anders. Somit hat auch jedes Kind andere Stärken. Unterricht soll auf diese verschiedenen Fähigkeiten eingehen. An dieser Erkenntnis wird der Unterricht ausgerichtet. Stärken werden weiter entwickelt. Dies umfasst sowohl kognitive und sprachliche, als auch motorische, emotionale und soziale Potenziale.

Individualisierte Unterrichtformen sind ein wesentlicher Schwerpunkt der Grundschule Ohrnsweg. Die Grundschule Ohrnsweg beteiligte sich am Schulversuch „Schulentwicklung im System“ und legte in diesem Zusammenhang verbindlich durchzuführende kooperative Lernformen für die Jahrgänge fest. Sie sind fester Bestandteil im Schulkonzept. Die Heterogenität der Gruppe wird genutzt, denn jeder Schüler kann sich gemäß seinem Leistungsstand einbringen. Das Schulcurriculum sieht vor, anfangs stark strukturierte Formen einzusetzen. In den höheren Jahrgängen übernehmen die Schüler bei offeneren Formen mehr Eigenverantwortung für ihr Lernen.

Seit 2009 nimmt die Schule am Schulversuch alles»könner teil, bei dem es vor allem darum geht, einen kompetenzorientierten Unterricht zu entwickeln und Rückmeldeformate transparent, kompetenzförderlich und aufeinander aufbauend zu gestalten. Hierbei entstehen transparente Strukturen für die Eltern und Schüler. Die hierfür von den Fachkonferenzen entwickelten Lernarrangements bieten Schülern auf unterschiedlichem Kenntnisstand verschiedene Zugänge zu den Unterrichtsthemen. So können alle Kinder der Klasse an einem Thema arbeiten und trotzdem gemäß ihrem Kenntnisstand Fortschritte erzielen.

Die Wochenplanarbeit ist ein Instrument zur Förderung und als ein fester Bestandteil in den einzelnen Jahrgängen verankert. Ihrem individuellen Leistungsstand entsprechend arbeiten die Schüler in ihrem Tempo zu festgelegten Zeiten an differenziertem Unterrichtsmaterial. Dadurch stellt der Wochenplan ein Instrument zum selbstständigen Lernen dar, indem nicht nur fachbezogenene Kompetenzen trainiert werden können, sondern auch gesonderte Förderinhalte zum Erlernen von Basiskompetenzen oder erweiterten Kompetenzen geübt werden können. Die Struktur des Wochenplans erweitert sich in den höheren Jahrgängen. Vertrautes wird durch Neues ergänzt. Die Lehrkraft fungiert hierbei als Lernbegleiter.

Im Rahmen des Ganztagskonzepts wurde die Organisationsform des Förderbandes entwickelt. Zu Schuljahresbeginn 2013 wurde in allen Jahrgangsstufen ein Förderband eingerichtet. Für das Förderband werden Stunden in der Rhythmisierung des Ganztages geblockt, in denen der normale Klassenunterricht aufgehoben wird. Jahrgangsbezogen bildet das Team Fördergruppen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf die Kernfächer, sind aber auch auf andere Bereiche auszuweiten. An drei Tagen wird die Unterrichtszeit um zusätzliche 45 Minuten erweitert. Die Schüler arbeiten in kleineren Lerngruppen als der Klassenstärke an spezifischen Themen. Die Schüler arbeiten in dieser Zeit an Leistungsanforderungen, die noch nicht erreicht wurden, an zusätzlichen Trainingseinheiten und an Forderangeboten. Eine Vertretung des Förderbandes ist in den Jahrgängen verlässlich geregelt.

In zwei Lernentwicklungsgesprächen pro Schuljahr wird gemeinsam mit dem Kind, den Eltern und der Lehrkraft ein individuelles Lernziel festgelegt, an dem das Kind im Folgenden arbeitet. Diese Lernzielvereinbarungen beinhalten die Formulierung des Ziels, den Unterstützungsbedarf, einen Termin zur Fertigstellung des Vorhabens, die Unterschriften aller Beteiligten und die Evaluation des Lernziels. Eine Dokumentation findet im Ohrnswegbuch statt.

Zu 2. Ganzheitliche und kontinuierliche Förderung

Über den individualisierten Unterricht hinaus ist es wichtig, Schwächen abzubauen und Stärken weiter auszubauen. Die kontinuierliche Diagnose beginnt mit der Viereinhalbjährigen-Untersuchung, wird während des Vorschulbesuchs fortgeführt und findet im Rahmen der schulischen Förderung schwerpunktmäßig im ersten und zweiten Schuljahr statt. Die förderdiagnostische Arbeit ist systematisch aufgestellt und in Teilen aufeinander aufbauend.

a. Bausteine der Diagnostik

Maßgebliche Grundlage der Diagnostik ist die Unterrichtsbeobachtung und der kontinuierliche Austausch in den Jahrgangsteams. Folgende standardisierte Testverfahren kommen in der Schule zum Einsatz:

  • 4,5 jährigen Untersuchung
  • HSP („Hamburger Schreibprobe“)
  • KEKS („Kompetenzerfassung in Kindergarten und Schule“)
  • Haret („Hamburger Rechentest“)
  • Stolperwörter-Lesetest
  • Grundintelligenztest CFT 1 und CFT 20 („Conformal Field Theory“), Hawik, CPM

Eine Vernetzung mit dem ReBBZ (Regionales Bildungs- und Beratungszentrum), therapeutischen Einrichtungen, ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) und Jugendamt ist Teil der Diagnose und dient der individuellen Förderplanung. Abschließend kann die Übersicht zur erfolgten Förderarbeit in einem Klärungsbogen zu Beginn des 4. Schuljahres zusammengefasst werden.

Folgende Bereiche der sich daraus ergebenen Förderung sind:

b. Sonderpädagogische Förderung

Die überwiegenden Förderschwerpunkte an der Grundschule Ohrnsweg liegen in den Bereichen Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung. Eine zielgerichtete Diagnostik, individuelle Förderpläne und eine regelhafte Evaluation der eingeleiteten Fördermaßnahmen sind feste Bausteine der sonderpädagogischen Förderung. Dabei beruhen diese Aspekte auf dem inklusiven Gedanken, der eine gemeinsame Förderung aller Kinder sowohl im Klassenverband als auch in Kleingruppen- und Einzelförderung beinhaltet. Zurzeit arbeiten an der Grundschule Ohrnsweg Sonderpädagogen, die jeweils mit unterschiedlichem Deputat einem Jahrgang zugeordnet sind. Auf regelmäßig stattfindenden Jahrgangsteamsitzungen werden Förderschwerpunkte besprochen, evaluiert und aktualisiert. Der Einsatz der Sonderpädagogen beruht auf Jahrgangsteamabsprachen.

c. Sprachförderung

An der Grundschule Ohrnsweg wird Sprachförderung als wesentlicher fächerübergreifender Bestandteil der Unterrichtsarbeit angesehen. Auf die sprachliche Entwicklung wird in den einzelnen Klassenstufen viel Wert gelegt. Die Sprachfördermaßnahmen werden eng mit dem Unterricht verknüpft und regelmäßig überprüft. Die inhaltlichen Schwerpunkte bilden der mündliche Sprachgebrauch, Lesen und Schreiben. Eine Kooperation im Bereich Sprachförderung findet aktuell im Bereich der vorschulischen Sprachförderung mit dem Projekt „BuntSprecht“ statt. Hierbei geht es darum, Sprachförderung mit künstlerischen Elementen zu verbinden. Bausteine des Sprachförderkonzeptes sind:

  • Vorschulische Sprachförderung §28a

Schon bei der Untersuchung der Viereinhalbjährigen wird besonders auf die sprachliche Entwicklung der Kinder geachtet. Verbindliche Sprachförderung in Kleingruppen mit einer festen Bezugsperson wird durchgeführt, wenn bei der Viereinhalbjährigen Untersuchung oder in der laufenden Vorschularbeit ein ausgeprägter Förderbedarf festgestellt wird.

  • Family Literacy (FLY)

Das von der UNESCO ausgezeichnete Hamburger FLY-Projekt ist auch an der Grundschule Ohrnsweg seit vielen Jahren etabliert. Hierbei handelt es sich um einen integrativen Ansatz zur aktiven Elternmitarbeit im Rahmen der Sprachbildung. Folgende wesentliche Aspekte kennzeichnen die pädagogische Arbeit:

  • Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus sollen gestärkt werden.
  • Eltern erleben ihr Kind im Unterricht und lernen die Schule durch eigenes Mitarbeiten kennen.
  • Kinder erfahren eine Wertschätzung ihrer Arbeit, wenn die Eltern am FLY Unterricht teilnehmen.
  • Die Eltern bekommen Anregungen, wie sie ihr Kind beim Schriftspracherwerb unterstützen können. Dabei spielt die Wortschatzarbeit für Eltern und Kinder eine zentrale Rolle.
  • Die Eltern sollen eine Vorbildfunktion einnehmen, mit ihrem Kind das Erkunden und Lernen erfahren.
  •  Im gemeinsamen Tun erleben Eltern mit ihren Kindern Erfolge und teilen Erfahrungen und Stolz. Diese Bestätigung macht Mut, sich auf Neues einzulassen – auch im Bereich der Sprache.
  • Der Kontakt zur Schule wird positiv erfahren und gepflegt.
  • Fächerübergreifende Arbeit (Jahrgangsstufe 2 und 3)

Aktuell sind FLY-Kurse in den Jahrgängen VSK, 1, 2 und 3 eingerichtet. Diese Kurse finden 1- bis 2-mal pro Woche statt, dabei ist gewährleistet, dass sie in multiprofessionellen Doppelbesetzungen stattfinden. Die Eltern werden zu Beginn des Schuljahres auf einem Elternabend über das FLY Angebot informiert.

In der gemeinsamen Arbeit – ausgerichtet an den alltäglichen Erfahrungen in den Familien (z.B. Zubereitung eines Obstsalates, Backen von Keksen,…) – werden Aspekte der Sprachbildung aufgegriffen. In regelmäßigen Teamsitzungen werden Schwerpunkte der Arbeit entwickelt, die es Eltern ermöglichen, Einblicke in die Unterrichtsgestaltung zu erhalten und gemeinsame Sprachbildung alltags- und unterrichtsorientiert umzusetzen. Hierbei spielen fächerübergreifende, projektartige und außerschulische Aktivitäten eine große Rolle. Z.B. finden Ausflüge ins Zoologische Museum und zur Bücherhalle/Kinderbibliothek statt. Hierbei sollen Hemmschwellen überwunden und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Familien aufgezeigt und angeregt werden. Diesem Ziel dient auch die abschließende Frühstückszeit von Eltern, Kindern und Pädagogen; hier haben die Eltern Zeit und Gelegenheit für einen Austausch untereinander und mit den Lehrkräften.

Die Pädagogen nehmen regelmäßig an Fortbildungen des LI teil und schaffen nach Absprache Bücher und Material an.

Eine Auflistung der in den Jahrgängen bearbeiteten Themen und das verwendete Material stehen den Kollegen zur Verfügung.

  • Integrative Sprachförderung in den Jahrgängen 1  und  2
    Wortschatzarbeit und integrative Sprachförderung sind Bestandteile jeden Unterrichts. Besondere Förderbedarfe werden von Jahrgangsteams festgelegt und in Förderplanen und auf Förderkonferenzen festgehalten. Im Förderband ist ein Förderschwerpunkt die Sprachförderung, die jahrgangsbezogen organisiert wird. Ein weiterer wichtiger Bestandteil integrativer Sprachförderung sind die kooperativen Lernformen mit einem hohen Kommunikationsanteil aller Kinder und Präsentationen vor der Klasse.
  • Additive Sprachförderung
    Defizite im Bereich der Sprache führen in der Regel zu einem erweiterten Förderbedarf in den Bereichen Lesen und Schreiben. Um diesem Förderbedarf gerecht zu werden, nehmen Schüler im Förderband an der Sprachförderung teil. Der Zugang wird auf der Förderkonferenz festgelegt und die Teilnahme ist verbindlich. Grundlage hierfür bilden die Hamburger Schreibprobe (2x jährlich zum Halbjahr) und der Stolperwörterlesetest (1x jährlich am Schuljahresende. Haben die Schüler bei der Testung einen schwächeren Prozentrang als 10% nehmen sie im Förderband an der Gruppe der additiven Sprachförderung teil. Auch persönliche Beobachtungen der Lehrkräfte können als wichtiges Zugangskriterium zählen. In der Sprachförderung arbeiten die Schüler in Kleingruppen mit einer festen Bezugsperson. Die Sprachförderlehrkraft ist Teil des Jahrgangsteams und legt mit diesem gemeinsam Schwerpunkte der Förderung fest.
  • Deutsch als Zweitsprache (DAZ)
    Kinder, die seit weniger als zwei Jahren in Deutschland leben, erhalten an der Grundschule Ohrnsweg eine zusätzliche Unterstützung im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Diese Schüler sind fest in einen bestehenden Klassenverband integriert und werden in zusätzlichen, jahrgangsübergreifenden Fördergruppen zusammengefasst. Dort arbeiten sie in Kleingruppen an Wortschatzerweiterung und Zugängen zum Schriftspracherwerb.

d. Mathematikförderung

In jedes Förderband ist eine Mathematikfördergruppe integriert. Zugangsvoraussetzungen sind der HaRet- Wert, der in allen Jahrgängen vor den Herbstferien verpflichtend geschrieben wird, und die Einschätzung des Jahrgangsteams. Liegt der HaRet- Wert unter 10% hat das Kind Anspruch auf eine schulische Förderung. Hat das Kind auch Förderbedarf im Bereich Sprache, entscheidet das Jahrgangsteam auf den Förderkonferenzen über einen Schwerpunkt.

Im Rahmen des Gedankens an eine fächerübergreifende Sprachförderung ist ein Fachwortschatz Mathematik für alle Jahrgangsstufen erarbeitet worden. Als Themenschwerpunkt gelten in den Jahrgängen 1 und 2 die Erarbeitung von Rechengeschichten und in den Jahrgängen 3 und 4 die fortlaufende Führung eines Mathematikwörterbuches.

e. Lernförderung nach §45 und BuT

Die Bereiche Lernförderung nach §45 des Hamburger Schulgesetzes („Fördern statt wiederholen“) und die Lernförderung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) sind an der Grundschule Ohrnsweg strukturell zusammengefasst.

Die Zeugniskonferenz beschließt zwei Mal jährlich die Teilnahme an der Lernförderung. An dieser Stelle greift erneut das Prinzip der ergänzenden Förderung für Schülerinnen und Schüler, die von den Leistungsanforderungen abweichen. Diese in vielen Fällen zusätzliche Fördermaßnahme wird bei Bedarf zeitnah zur Verfügung gestellt und auf den Unterricht und weitere Fördermaßnahmen abgestimmt. Die Förderbereiche werden von allen Beteiligten schriftlich festgehalten. Auf der Zeugniskonferenz wird auch der Erfolg der Lernförderung im vergangenen Halbjahr evaluiert und dokumentiert.

Die Lernförderung wird  durch Pädagogen der Schule und durch Honorarkräfte durchgeführt. Inhaltlich bilden die Kernfächer Deutsch und Mathematik und der Bereich der Basiskompetenzen den Schwerpunkt der Lernförderung.

Die Lernförderung ist integrativer Bestandteil des Förderbandes.

 

f. Förderung besonderer Begabungen

Die Grundschule Ohrnsweg ist bestrebt, auch besondere Begabungen im Unterricht zu unterstützen und weiter auszubauen.

Hierfür gibt es schulinterne Beispiele:

  • Einmal jährlich nehmen Schüler im Fach Mathematik an der Mathe-Olympiade auf Schulebene und gegebenenfalls darüber hinaus auf Landesebene teil.
  • Weiterhin verfügt die Schule über eine naturwissenschaftliche Lernwerkstatt, in der Möglichkeiten für das aktiv-entdeckende Lernen angeboten werden. „WeltRaum“ .

Auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern werden besondere Begabungen gefördert:

  • Der Hamburger Sportbund bietet in der Sporthalle der Grundschule Ohrnsweg eine Talentsportgruppe an. Nach einer Sichtung in Klasse 2 werden besonders sportbegabte Schüler in Jahrgang 3 und 4 einmal wöchentlich in zusätzlichen Sportstunden gefördert.
  • Schüler der Grundschule Ohrnsweg besuchen an einer benachbarten weiterführenden Schule einen Mathematikzirkel. Die Teilnehmer hierfür werden von den Mathematiklehrern vorgeschlagen.
  • Kindern mit besonderen Begabungen im Bereich Mathematik wird empfohlen, an den Angeboten der Universität Hamburg im Bereich „mathe-uni“ teilzunehmen.
  • Sprachinteressierte und –begabte Schüler der vierten Klassenstufe nehmen an einem benachbarten Gymnasium an einem Französischsprachkurs teil.

g. Kooperation

An der Grundschule Ohrnsweg gibt es auch Kinder in belasteten Lebenslagen, die häufig mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten verbunden sind. Durch die Kooperation von Jugendhilfe und Schule kommt ein weiterer Baustein der Förderung und Unterstützung hinzu. In diesem Projekt kooperieren Jugendamt und Schule, um niedrigschwellige Jugendhilfestrukturen über die Schule in die Elternhäuser zu tragen. Im Rahmen der Kooperation werden den Kindern Gruppenangebote zum sozialen Lernen gemacht. Zugang erhalten die Kinder und ihre Familien über Selbstmeldungen, durch die Vermittlung des Allgemeinen Sozialen Dienstes oder durch die Schule.

Zu 3. Multiprofessionelle Förderung

Neben Regelschullehrkräften arbeiten an der Grundschule Ohrnsweg Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und Erzieher. Diese Multiprofessionalität ist fruchtbar, um unterschiedliche Förderebenen zu bedienen und in der gemeinsamen Teamarbeit umzusetzen. Zusätzlich werden diese Professionen durch eine Beratungslehrkraft gestärkt und unterstützt.

Zum jetzigen Zeitpunkt können therapeutische Maßnahmen wie Logopädie und Ergotherapie an der Schule bei Bedarf durchgeführt werden.

Eine Vernetzung mit dem zuständigen ReBBZ ist gegeben.

 

Rolle der Förderkoordination

Die Aufgabenbeschreibung der Förderkoordination orientiert sich an der Handreichung zum Integrierten Förderkonzept.

Die Koordinationsaufgabe und Einbeziehung der zuständigen Fachkräfte obliegt der Förderkoordination. Die Förderkoordination leitet zwei Mal jährlich  die Förderkonferenzen, die für jede Klasse durchgeführt werden. Hierbei wird für jedes einzelne Kind geprüft, welche Stärken und Schwächen vorhanden sind. Mögliche Förderschwerpunkte werden mit allen Beteiligten abgesprochen. Es werden ebenfalls diagnostische Entscheidungen und die Erstellung bzw. Fortschreibung individueller Förderpläne koordiniert.

Offizielle Informationen über additive Förderung an die Eltern und die Kollegen laufen über die Förderkoordination. Individuelle und inhaltliche Absprachen trifft das Jahrgangsteam.

Die Förderkoordination nimmt an allen  Sitzungen der Schulentwicklungsgruppe teil. Dies ist von besonderer Bedeutung, da die vorhandenen und zu entwickelnden Unterrichtskonzepte die Grundsteine für die Gestaltung der Förderkoordination bilden. Darüber hinaus beteiligt sich die Förderkoordination an der Fachkonferenz Sonderpädagogik. Die Förderkoordination berät die Schulleitung zur Verteilung der Ressourcen.  Die Förderkoordination berät die Schulleitung zum Personaleinsatz und zu innerschulischen Fortbildungen. Sie legt Rechenschaft über die Ressourcenverwendung gegenüber der Schulleitung und der Schulaufsicht ab und kann in der Schulöffentlichkeit Auskunft über die Umsetzung des Förderkonzeptes geben. Für die Dokumentation wurden Förderordner angelegt, die die Förderung der Kinder einer Klasse über die Grundschulzeit dokumentiert. Neben dem Förderkonferenzprotokoll werden als Klassenübersicht die Testergebnisse der HSP, des Stolperwörter Lesetests und des HaRet, die diagnosegestützten Förderpläne im Bereich LSE, die Übersicht der Förderschwerpunkte im Förderband, die Diagnosebögen der Sprachförderung sowie die Lernvereinbarung der Lernförderung abgeheftet. Darüber hinaus ist es möglich, eine schülerbezogene Übersicht über die vier Schuljahre (plus ggf. Vorschule) anzulegen.

 

Stand: September 2015

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