Ganztag

 

Die Einrichtung der Grundschule Ohrnsweg arbeitet als gebundene Ganztagsschule nach Rahmenplan. Kooperationspartner ist der Hamburger Schulverein 1875 e.V.

1. Vorbemerkungen
Eine Vielzahl von Maßnahmen unterstützte und ergänzte die Arbeit an der Grundschule Ohrnsweg in den vergangenen Jahren und wird zur Umsetzung des Ganztages weiterhin genutzt:

  • Offene Eingangsphase
  • gemeinsames Frühstück in den Klassen oder vor dem Unterricht im Rahmen der „brotZeit“ – Aktion 
  • Aktive Pause (Fahr- und Spielgeräte ausleihen)
  • Morgenkreise
  • Klassenrat
  • Faustlos
  • Ausweitung der Sportstunden mit Hilfe des Sportvereins
  • enge Zusammenarbeit mit den sozialen Diensten
  • Kooperation von Jugendhilfe und Schule
  • Absprachen und Besprechungen mit den Kindertagesheimen / dem Hort diverse Nachmittagsangebote
  • Sprachförderung

2. Umsetzung in die Praxis

Wochenstrukturplan
Das Prinzip der gebundenen Ganztagsschule setzt eine tägliche Schulzeit der Schüler und Schülerinnen (SuS) der Klassenstufen 1 bis 4 von 8 Zeitstunden voraus, d.h. sie werden von 8:00 bis 16:00 Uhr verlässlich in einem Wechsel von freizeitpädagogischen Angeboten und Unterricht über den ganzen Tag betreut. Am Freitag wird die gemeinsame Zeit der SuS durch Betreuungszeiten bis 16:00 Uhr ergänzt. Folgenden Wochenstrukturplan legen wir für unsere Schule fest (Grundraster):

 

Grundraster des Wochenstrukturplans (Die Schulleitung achtet auf die Umsetzung und Einhaltung der schuleigenen Stundentafel.)

1. Erläuterungen zur äußeren Struktur
Der Schultag setzt sich aus bis zu drei Unterrichts- und zwei Angebots- sowie drei Pausenblöcken zusammen. Hierbei ist ein Pausenblock die gestaltete Mittagszeit.

Der Gong kennzeichnet folgende Zeitpunkte:

  • Schulbeginn um 8:00 Uhr
  • Beginn und Ende der Aktiven Pausen um 9:30 bzw. 10:00 Uhr, um 11:30 bzw. 11:45 Uhr und um 13:00 bzw. 14:30 Uhr Beginn und Ende der gestalteten Mittagszeit
  • Ende des Schultags um 16:00 Uhr.

Der Schulbeginn ist für alle Kinder auf 8:00 Uhr festgelegt und damit verbindlich.

2. Erläuterungen zur inneren Struktur sowie der daraus resultierenden pädagogischen Arbeit

1. Unterrichtsblöcke
Der Unterrichtsvormittag beginnt an allen Tagen mit einem Unterrichtsblock, der an vier Tagen der Woche in ein Förder- und Forderband sowie in eine individuelle Lernzeit übergeht. In der Zeit des Unterrichtsbeginns ist ein Mitglied des jeweiligen Klassenlehrerteams in den Klassen anwesend. Die SuS erleben so eine ruhige, entspannte Einstiegsphase in ihren Schulvormittag.
Der zweite und dritte Unterrichtsblock wird eher durch Fachunterricht gekennzeichnet sein.

2. Frühstück
Essen und Trinken sind für das Lernen von großer Bedeutung. Aus diesem Grunde haben die Kinder die Möglichkeit, in den Klassen zu frühstücken. Im Wochenstrukturplan ist das Frühstück jedoch nicht als feste Vorgabe für alle Klassen zeitgleich vorgesehen. Jedes Klassenteam legt den Zeitpunkt des gemeinsamen Frühstücks für die jeweilige Klasse fest.
Vor Schulbeginn haben die SuS die Möglichkeit an einem einfachen, ausgewogenen Frühstück teilzunehmen, das mit Hilfe des Programms brotZeit e.V. von aktiven Senioren und in enger Zusammenarbeit mit der Schule angeboten wird.

3. Gestaltete Mittagszeit
Die anderthalbstündige Mittagspause umfasst für den einzelnen Schüler die Einnahme des Essens in der Aula und den Aufenthalt in einem der fünf betreuten Räume: Pausenhof, Turnhalle, Bewegungsraum, Bibliothek und Spieleraum. Die SuS entscheiden sich am Morgen eines jeden Tages, wo sie ihre Mittagspause verbringen möchten. Die Räume werden von pädagogischen Fachkräften betreut, die ein offenes Angebot gestalten, wie z.B. Bewegungsspiele, angeleitete Entspannung, Vorlesen u.ä.

4. Wahlpflicht / Projektwochen für alle Kinder
Es gibt zwei Projektwochen pro Jahr für alle Kinder. Eine Projektwoche umfasst drei, die andere fünf Tage. Beide enden mit Präsentationen der Arbeitsergebnisse. Die Lehrkräfte und (Kooperationspartner) stimmen Inhalte und didaktische Überlegungen miteinander ab. Die dreitägige Projektzeit findet in den Jahrgangsgruppen, die fünftägige Projektwoche in jahrgangsübergreifenden Gruppen statt.

5. Zusammenarbeit der Lehrkräfte
Die Klassen werden von Jahrgangsteams (3 und mehr Pädagogen) geführt. Zu deren Arbeit gehören auch regelmäßige Teamsitzungen. Es werden gegenseitige, klassenübergreifende Hospitationen mit entsprechenden Nachbereitungen durchgeführt. Außerdem findet ein regelmäßiger pädagogischer Austausch auf Jahrgangsteamsitzungen und in Fachkonferenzen statt.

6. Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern
Einmal im Jahr führt die Schule für alle Beteiligten einen Runden Tisch durch, der in der Jahresplanung der Schule verankert ist.

7. Individuelle Übungs- und Arbeitszeiten
Die Schule stellt individuelle vertiefende Übungs- oder Arbeitszeiten während der Schulzeit zur Verfügung, die beispielsweise fachbezogen, jahrgangsbezogen oder klassenbezogen stattfinden kann.

8. Freizeitpädagogische Angebotsblöcke
Das Angebot der gebundenen Ganztagsschule am Ohrnsweg ist durch einen freizeitpädagogisch strukturierten Tagesablauf gekennzeichnet. Die Auswahl der Angebote orientiert sich an den Wünschen und Bedarfen der SuS und wird ein Angebotssprektrum aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Kunst, Sprache, Musik, Naturwissenschaften berücksichtigen.

3. Vertretungsregelung
Um die Verlässlichkeit der gebundenen Ganztagsschule garantieren zu können, wird im Vertretungsfall eine pädagogisch sinnvolle Lösung greifen.

1. „Vertretungspool“
Seitens der Schulbehörde muss jede Lehrkraft eine zusätzliche Vertretungsstunde ableisten. Diese Maßnahme hat Priorität vor allen anderen Überlegungen und findet schon seit Jahren als erste Regelung Anwendung.

2. Aufhebung von Doppelbesetzungen
Besteht die Situation, dass mehrere Lehrkräfte zu vertreten sind, muss zwangsläufig die Doppelbesetzung einer Unterrichtsstunde (insbesondere sind davon die Sonderschulpädagogen und die Lehrkräfte mit Förderstunden betroffen) aufgehoben werden. (Diese Regelung ist nachrangig anzuwenden und bleibt auf den Notfall beschränkt.) Grundsätzlich soll versucht werden, Lehrerstunden, die im Zusammenhang mit den Schwerpunkten des Schulprogramms stehen, aufrecht zu erhalten.
Daneben gilt weiterhin, dass eine Klasse mit einer doppelt besetzten Stunde, sollte eine der beiden Lehrkräfte fehlen, von der anderen allein geführt wird; wobei jedoch die Möglichkeit besteht, Hilfe aus dem „Vertretungspool“ beanspruchen zu können.

3. „Klassen-Zusammenlegung“
Ist die Notwendigkeit des Mehrbedarfs gegeben, kann es aus pädagogischer oder personeller Sicht auch sinnvoll sein, zwei Klassen oder Gruppen gemeinsam zu unterrichten.

4. „Extrem-Ausfall“
Für den Fall des „Extrem-Ausfalls“ (Grippewelle!) innerhalb des Kollegiums ist auf dem ersten Elternabend im neuen Schuljahr mit den Eltern abzuklären, wie wir in Ausnahmesituationen verfahren bzw. welche Hilfen wir von den Eltern erwarten können, sollte eine Verlässlichkeit für den Zeitraum von 8:00 bis 16:00 Uhr von der Schule aus nicht zu gewährleisten sein.

5. Ausfallzeiten der außerschulischen Kooperationspartner
Für den Fall, dass freizeitpädagogische Angebote ausfallen, sind die Kooperationspartner bereit, Vertretungskräfte für ihre Angebote zu entsenden.

4. Rand- und Ferienzeiten
Kooperationspartner für die Rand- und Ferienbetreuung ist der Hamburger Schulverein 1875 e.V. Der Hamburger Schulverein richtet die verlässliche Betreuung insbesondere in den Rand- und Ferienzeiten und in den Nachmittagsstunden ein. Der Träger bietet den SuS motivationsgerechte Angebote an. Es werden Teilnahmelisten in Zusammenarbeit von Schule und Träger erstellt.

5. Festlegungen
Die Schule legt die Eltern-Kind-Sprechtage (zwei pro Schuljahr) und die pädagogische Jahreskonferenz kurz nach Beginn des Schuljahres fest, damit die Eltern sich auf die damit verbundenen veränderten Unterrichtstage einstellen können. Das gleiche gilt für besondere Unterrichtsaktivitäten wie den Faschingstag oder die Projektwochen. Hier wird jeweils verkürzt unterrichtet, da keine regulären Pausen stattfinden. Die Betreuung der Kinder wird sichergestellt, wenn diese notwendig ist.
Elternabende werden in jedem Halbjahr einmal durchgeführt, auf besonderen Wunsch von Kollegen oder Eltern auch häufiger.

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