WeltRaum

 

WeltRäume sind fest eingerichtete Räume in Kitas, Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen. Sie schließen an die schulpädagogische Tradition der „Lernwerkstätten“ an und sind so gestaltet, dass sie zum Staunen und Nachdenken über sich und die Welt anregen, Fragen provozieren und ihre Neugierde wecken.


1. Kooperationspartner
Der WeltRaum ist ein Kooperationsprojekt der Institutionen Grundschule Ohrnsweg und des Kindergartens an der Grundschule Ohrnsweg. Dieses Programm wird durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gefördert. An unserem Standort besteht der WeltRaum seit zwei Jahren und steht den Kindern des Kindergartens und der Schule zur Verfügung. Vor Ort wird der Raum durch zwei PädagogInnen aus Kindergarten und Schule begleitet.
Schule und Kindergarten verstehen sich als Institutionen im Stadtteil, die sich nicht nur der Bildung der Schul- und Kindergartenkinder zuwenden, sondern für alle Bewohner des Stadtteils offen sind und eng mit den hier ansässigen Institutionen zusammenarbeiten.
Dies geschieht vor allem mit dem Kindergarten des Hamburger Schulvereins, der sich auf dem Gelände der Schule befindet und teilweise die Räume der Schule nutzt. Der Kindergarten ist ebenfalls Kooperationspartner für den gebundenen Ganztag an unserer Schule.

2. Individualität und Heterogenität
Der Grundgedanke des aktiv-endeckenden und forschenden Lernens in den WeltRäumen unterstützt den Schwerpunkt der Schule im Umgang mit Heterogenität. Mit der Einrichtung und Nutzung des WeltRaumes gelingt es, der Vielfalt der Kinder und ihren unterschiedlichen Lernzugängen Rechnung zu tragen. Selbstständiges, aktives und forschendes Lernen sind feste Bestandteile der pädagogischen Arbeit in beiden Einrichtungen. Mit dieser konzeptionellen Ausrichtung der WeltRaum-Initiative werden die wichtigen Aspekte der Sprachförderung, der Teamfähigkeit und der Selbstkompetenz bei Kindern gefördert und ermöglichen einen individuellen, erweiterten Lernzugang.
Durch die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule gelingt in der gemeinsamen Nutzung des WeltRaumes ein besonderer Beitrag zur Vorbereitung auf einen erfolgreichen Schulstart. Schon in der Vorschularbeit des Kindergartens werden die Kinder mit dem WeltRaum vertraut gemacht. Auf diese Basis kann die Grundschule nach dem Übergang von der Kindergartenzeit aufbauen.

3. Pädagogischer Ansatz
Den Kindern wird im WeltRaum eine Vielfalt an Materialien zur Verfügung gestellt, das freie Gestaltungsspielräume zulässt. Die Arbeit im WeltRaum orientiert sich an einem offenen Zugang zum entdeckenden und forschenden Lernen. Dieser Ansatz benötigt insbesondere Rituale, Verabredungen und Strukturen. Die Arbeit mit den Kindern im WeltRaum ermöglicht es den PädagogInnen sich als Lernbegleiter zu verstehen und eine beobachtende Rolle einzunehmen, um beispielsweise Interaktionen zwischen Kindern zu betrachten und die Selbstständigkeit der Kinder weiter zu fördern. Eine weitere Unterstützung erfährt die Unterrichts- und Erziehungsentwicklung in beiden Einrichtungen durch den WeltRaum, da hier insbesondere die überfachlichen Kompetenzen (z.B. Selbstkompetenz) befördert werden.
Der WeltRaum wird überwiegend von Kleingruppen zum forschenden und entdeckenden Lernen genutzt. Auch eine fachliche Nutzung, orientiert an Themenfeldern des Sachunterrichts, ist möglich. Hier forschen Kinder zu bestimmten thematischen Fragestellungen, die in weitere Unterrichtseinheiten im Sachunterricht eingebunden sind.

4. Dokumentation
Eine Dokumentation und Präsentation der Arbeit im WeltRaum dient insbesondere der Sichtbarkeit von Arbeitsergebnissen und Themenfeldern in der Stadtteilöffentlichkeit. Möglichkeiten zur Präsentation sind im WeltRaum, im Kindergarten, im Schulgebäude und im Stadtteil gegeben. Langfristig soll es weiteren Institutionen im Stadtteil ermöglicht werden, im WeltRaum zu kooperieren und die gemeinsame Arbeit auszuweiten.

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