Schulprogramm

 

1. Kooperatives Lernen
Kooperatives Lernen im Projekt wird als Gruppenarbeit verstanden, die zunächst stark strukturiert ist. Durch verschiedene Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Schüler kooperativ mehr lernen als allein. Kooperatives Lernen im Unterricht wird im Zusammenhang mit individuellem Lernen entwickelt und mündet später in offenere Formen.
Schüler lernen in verschiedenen Formen des Kooperativen Lernens zu arbeiten. Dabei wird die Qualität der Zusammenarbeit und des Lernergebnisses systematisch erhöht, indem verschiedene sogenannte Basiselemente (wie positive Abhängigkeit, individuelle Verbindlichkeit, soziale Fähigkeiten und Prozessevaluation) beachtet werden. Lehrer und Schüler verändern entsprechend die Bewertungsformen, sie trainieren einige – für die Zusammenarbeit grundlegende – soziale Fähigkeiten.
Lehrer lassen die Schüler – nach verschiedenen Methoden – deren Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernergebnis reflektieren. Im Laufe der Zeit werden die Schüler in der Organisation ihrer gemeinsamen Arbeit immer selbstständiger. Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem individuellen Lernen durch den Einsatz von kooperativen Lernformen unterstützt. Kooperative Lernformen sind ein fester Bestandteil des Unterrichts in allen Klassen.

Dazu gibt es folgende Vereinbarungen:
Je drei Unterrichtsblöcke pro Woche enthalten verbindlich Elemente kooperativer Lernformen.
In den Jahrgängen 1-2 lernen die Schülerinnen und Schüler die kooperativen Lernformen „Kontrolle im Tandem„, „DAB“ und „Interview“ kennen und können sie anwenden. Die Vorschule bahnt Möglichkeiten hierzu an.
In den Jahrgängen 3-4 lernen die Schüler „Nummerierte Köpfe„, „Platzdeckchen“ und „Puzzle“ kennen und können in diesen Lernformen arbeiten. In allen Klassen werden Reflektionsmethoden verbindlich angewandt.
Ab Klasse 4 ist darauf zu achten, dass mindestens eine der Kooperativen Lernformen pro Woche der jeweiligen Stufe entspricht.

Kooperative Lernformen in ihrer Bedeutung für den Unterricht
Ausgehend vom individuellen Entwicklungsstand soll mit Hilfe der oben genannten kooperativen Lernformen die Heterogenität einer Lerngruppe genutzt werden. So können sich jede Schülerin und jeder Schüler entsprechend ihrer bzw. seiner Fähigkeiten und Interessen einbringen. Kooperative Lernformen bieten die Möglichkeit, in unterschiedlichen Gruppen zu lernen.
Schülerinnen und Schüler finden ihren Platz in der jeweiligen Gruppe und können sich aus dieser Sicherheit heraus auf das Lernen einlassen. Dabei erfahren sie die Gestaltung von Arbeitsergebnissen als anspruchsvolle Herausforderung und erleben, dass sich diese Mühe lohnt. Sie koordinieren die Arbeit in der Gruppe, legen Verfahren, Zeiten und Regeln fest und achten auf deren Einhaltung. Dadurch gewinnen sie Sicherheit, denn der Ablauf des Unterrichts wird für sie transparent. Die Arbeitsaufträge an die Gruppe werden von den einzelnen Schülerinnen und Schülern als verbindlich erkannt, nach dem individuellen Vermögen bringen sich die Schülerinnen und Schüler dabei in den Arbeitsprozess der Gruppe ein.
Kooperative Lernformen sind Unterrichtsmethoden, die sich von der Lehrerzentrierung verabschieden und den Schülerinnen und Schülern mehr Verantwortung für ihr Lernen übertragen. Dabei bieten sie dem Lehrer die Möglichkeit, verschiedene Schwerpunkte des Unterrichtsgeschehens in den Blick zu nehmen und einzelne Schülerinnen und Schüler bzw. die Arbeit in den unterschiedlichen Gruppen zu beobachten.

Weiterhin beinhalten Kooperative Lernformen eine intensive Reflexion der Lern- und Unterrichtsprozesse durch Schülerinnen und Schüler und Lehrer.

Evaluation zu den kooperativen Lernformen

Ziel: Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem individuellen Lernen durch den Einsatz von kooperativen Lernformen unterstützt. Kooperative Lernformen sind ein fester Bestandteil des Unterrichts in allen Klassen.

Indikator Evaluations-
methode
Wann und wie oft? Wer?
Am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe sind den Schülerinnen und Schülern die für die jeweilige Klassenstufe festgelegten kooperativen Lernformen vertraut. Es finden kollegiale Hospitationen statt. Mindestens einmal im zweiten Schulhalbjahr. Alle Kollegen
Der Unterricht findet entsprechend den Festlegungen, in kooperativen Lernformen statt Dokumentation in den Klassenbüchern Notation nach Teamabsprache Klassenteams

 

2. Antolin
Lesen ist mehr als inhaltliches Verständnis

Die im Folgenden genannten Ausführungen stammen weitgehend aus den Ausführungen dieser Internetplattform.

Die Lesefertigkeit ist mit vielen intellektuellen Fähigkeiten unmittelbar verbunden:
Sie beeinflusst die Entwicklung des Vorstellungsvermögens, der Fantasie, der Sprach- und Ausdrucksweise und ist Grundlage für die Erfahrung, wie bereichernd und (ent)spannend Lesen sein kann.
AntolinDiese Fähigkeiten und Erfahrungen zu entwickeln, zu fördern und zu schützen ist das Ziel der Internetplattform „Antolin„.
Hier wählen Kinder eigenständig Bücher aus, die sie gern lesen möchten; und nach dem Lesen beantworten sie mit Hilfe von „Antolin“ Fragen zu dem jeweiligen Buch. Auf diese Weise fördert „Antolin“ das sinnentnehmende Lesen und motiviert die Kinder, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinander zu setzen. Dadurch ist „Antolin“ der kindgerechte Schlüssel, selbstbestimmt eine eigene Leseridentität zu entwickeln. Lehrkräfte haben bei „Antolin“ einen eigenen Zugang, der einen innovativen Überblick über die Lesevorlieben und die Leseleistung der Schülerinnen und Schüler bietet. Die Daten geben Aufschluss über die Entwicklung der individuellen Leserbiografie und machen etwaige Defizite deutlich. Dadurch entsteht eine optimale Wissensgrundlage für die gezielte Leseförderung im Unterricht. Die leicht zu handhabende Datenbank porträtiert mehrere Tausend Kinder- und Jugendbücher. „Antolin“ enthält die Klassiker der Kinderbuchliteratur ebenso wie wichtige Neuerscheinungen und englisch- sowie französischsprachige Bücher. Dieses breit gefächerte Angebot wird kontinuierlich aktualisiert und um weitere Titel ergänzt.
Somit stellt „Antolin“ eine integrative Lernumgebung dar: Buch + Internet = „Antolin“.
Es

  • fördert die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen
  • bietet bei der Leseförderung einen gemeinsamen Bezugspunkt für alle Kinder
  • eignet sich zur sinnvollen Differenzierung
  • bietet Lehrkräften aussagekräftige Informationen zum Leseverhalten und zur Leseleistung ihrer Schülerinnen und Schüler
  • verbindet das Lernen in der Schule mit dem am Nachmittag

Ziele
Die Erfahrungen unserer Arbeit als integrative Regelschule zeigen in besonderem Maße die Notwendigkeit einer am individuellen Entwicklungsstand der Kinder orientierten Unterrichts- und Förderarbeit.
Die sehr unterschiedlich entwickelten Kompetenzen, mit denen Schülerinnen und Schüler ihre schulische Laufbahn beginnen, haben Auswirkungen auf das Lesen- und Schreiben-Lernen und damit generell auf den Kommunikationsprozess. Eine mangelnde Kommunikationsfähigkeit erschwert das soziale Erleben und Handeln untereinander und kann Verhaltensprobleme verstärken. Zur Sprachkompetenz gehört in starkem Maße die Stärkung der Lesekompetenz. Informationsbeschaffung, Erweiterung des Wortschatzes, Stärkung der Ausdrucksfähigkeit und Entwicklung des Vorstellungsvermögens sind wesentliche Charakteristika einer entwickelten Lesekompetenz. Hier setzt das Projekt „Antolin“ an, das als „Buchportal für Kinder“ eine „web-basierte Plattform für die Leseförderung“ darstellt. Aber auch Kinder, die schon eine hohe Lesekompetenz haben, werden in ihrer Lernentwicklung gefördert, können an und mit Büchern arbeiten, die ihrem Niveau entsprechen. Trotz all der Unterschiedlichkeit und der verschiedenen Lernwege und Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler lassen sich für alle gleiche Zielrichtungen formulieren.

  • Erhöhung des Leseverständnisses
  • Verbesserung der Lesefähigkeit
  • Förderung der Lesemotivation
  • Selbstständiges Arbeiten und Lernen
  • Rückmeldung über den eigenen Lernprozess und die Leseleistung
  • Zielgerichteter Umgang mit dem Computer

So heißen die Zielformulierungen für uns:
Alle Kinder der Schule zeigen im Antolinprogramm eine Leseleistung von 65%. Ihren individuellen Lernfortschritt dokumentieren die Kinder in einer Antolinmappe.

„Antolin“ in seiner Bedeutung für den Unterricht
Das Unterrichtsprojekt „Antolin“ hat ebenso wie die Nutzung kooperativer Lernformen Konsequenzen für die Unterrichtsplanung und -gestaltung. Während „Antolin“ den individuellen Schüler und speziell die Entwicklung seiner Leseleistung im Blick hat, zielt das Einüben kooperativer Lernformen darauf ab, die Besonderheit des Einzelnen in einem Team zu schätzen und für ein gemeinsames Lernergebnis zu nutzen. Daher werden intensive Gespräche auf den verschiedenen Teamsitzungen geführt und die gewonnenen Erfahrungen werden auf Fach- und Jahrgangskonferenzen regelmäßig thematisiert und zum Ausgangspunkt pädagogischer Strategien gemacht.
Für die Umsetzung und Erreichung der Ziele im Antolinprojekt ergeben sich für den Unterricht in Planung und Gestaltung folgende Maßnahmen:
In jeder Klasse werden feste Lesezeiten installiert. Jedem Kind wird der zielgerichtete Umgang mit dem Computer vermittelt, um die Quizfragen beantworten zu können (siehe auch „Konzept zum Umgang mit den Neuen Medien„).
Die Atmosphäre während der Lesezeiten ist geprägt von gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt.
Jedes Kind erhält eine Mappe. In dieser Mappe wird vor allen Ferienterminen (also ca. 5mal im Jahr) der Auszug des Kindes aus dem Antolinprogramm abgeheftet. Darüber hinaus erscheint es sinnvoll, dass die Schülerinnen und Schüler noch weitere Arbeitsprotokollbögen zu den von ihnen gelesenen Büchern führen. Sie geben den Kindern die Möglichkeit, anhand von Seitenzahl und Schwierigkeitsgrad ihren individuellen Lernfortschritt zu erkennen. Gleichzeitig tragen sie der integrativen Unterrichtsarbeit an unserer Schule Rechnung und sind ein sinnvoller Beitrag im Förderkonzept einzelner Schülerinnen und Schüler.

Im Rahmen der allgemeinen Schulorganisation ist für die Zielerreichung sichergestellt, dass

  • die Bibliothek gepflegt und erweitert wird
  • ein Raumplan existiert, der jeder Klasse feste Lesezeiten zuweist
  • jedes Kind am PC im Antolin-Programm arbeitet

 

Evaluation zu „Antolin“
Zu Ziel 1: Alle Kinder zeigen im Antolinprogramm eine Leseleistung von 65%.

Indikator Evaluations-
methode
Wann und wie oft? Wer?
80% aller Kinder haben eine Leseleistung von 65% erzielt. Die Konten der Klassen werden in Bezug auf die prozentuale Leseleistung im Antolinausdruck geprüft. Vor allen Ferien: Kontrolle des Ausdrucks Die beteiligten Deutschlehrer / Teams in den Klassen

 

Zu Ziel 2: Ihren individuellen Lernfortschritt dokumentieren die Kinder in einer Antolinmappe

Indikator Evaluations-
methode
Wann und wie oft? Wer?
Die Antolinmappe aller Kinder enthält 2monatliche Punktestandsausdrucke und ist von den Eltern unterschrieben. Kontrolle der Mappen 2monatl. Kontrolle der Mappen Die beteiligten Deutschlehrer / Teams in den Klassen
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