ZLV 2007 bis 2009

 

ZLVZiel- und Leistungsvereinbarung

zwischen der Grundschule Ohrnsweg und

der Behörde für Bildung und Sport

für die Schuljahre 2007 / 2008 und 2008 / 2009

 

Ziele mit Bezug auf den Orientierungsrahmen:

  1. Die SchülerInnen erlernen Methoden, Konflikte gewaltfrei zu lösen.
  2. Kooperative Lernformen sind ein fester Bestandteil des Unterrichts in allen Klassen.
  3. Erwerb von grundlegenden Kompetenzen im Umgang mit neuen Medien.
  4. Effektivierung des Ressourceneinsatzes in der Sprachförderung durch den Vergleich unterschiedlicher Organisationsformen.

Vorhaben / Maßnahmen:

Zu 1:

  • Fortbildung des Kollegiums zum Klassenrat
  • wöchentliche Klassenratssitzungen
  • Fortbildung zweier KollegInnen zu Faustlos
  • Entwicklung eines Reflexionsverfahrens für die Schüler

Zu 2:

  • je drei Unterrichtsblöcke pro Woche enthalten verbindlich Elemente kooperativer Lernformen
  • in der Stufe 1/2 lernen die Schüler die kooperativen Lernformen „Kontrolle im Tandem“ und DAB kennen. In der Stufe 3/4 lernen die Schüler „Nummerierte Köpfe“ und „Puzzle“ kennen
  • in allen Klassen werden Reflektionsmethoden verbindlich angewandt

Zu 3:

  • Erstellung eines PC-Führerscheins, der den Kompetenzerwerb für die jeweilige Klassenstufe dokumentiert
  • die Kenntnisse werden den Kindern vermittelt

Zu 4:

  • Durchführung der Sprachförderung in den Klassenstufen 1 und 2 in Gruppen, die nach Klassenzugehörigkeit gebildet werden, in Klassenstufe 3 und 4 klassenübergeifend nach Phänomenorientierung
  • Vergleich der Effektivität der parallel laufenden Förderung durch Erhebung der Zahl der Kinder, für die im Laufe der Förderung eine weitere Teilnahme nicht mehr notwendig ist

 

Verortung in Bereichen des Orientierungsrahmens:

Zu 1:
Bereich 2.2, Merkmal 2.2.2

Zu 2:
Bereich 2.8, Merkmal 2.8.1

Zu 3:
Bereich 3.2, Merkmal 3.2.2

Zu 4:
Bereich 2.6, Merkmal 2.6.1

 

Indikatoren:

Zu 1:

  • die Fortbildung des gesamten Kollegiums zum Klassenrat hat stattgefunden (10.10.07)
  • die SuS kennen die im Programm Klassenrat vermittelten Regeln und Formen gewaltloser Konfliktlösungen
  • Klassenratssitzungen finden in allen Klassen wöchentlich statt und werden in den Arbeitsberichten dokumentiert
  • regelmäßiger Tagesordnungspunkt
  • „Gewaltprävention“ auf der Konferenz der Lehrkräfte
  • Fortbildung zweier KollegInnen zu Faustlos durchgeführt (29.09.07)
  • schulweite Umsetzung von Faustlos
  • Dokumentation in den Arbeitsberichten
  • die SuS steigern durch das Programm Faustlos ihr Selbstbewusstsein und ihre Empathiefähigkeit
  • Schülerbefragung
  • ein endgültiges Gewaltpräventionskonzept liegt vor

Zu 2:

  • am Ende jedes Schuljahres ist den SuS die für die jeweilige Klassenstufe festgelegte koop. Lernform so vertraut, dass sie sie mit Namen nennen und beschreiben können.
  • die Schülerinnen und Schüler können die erarbeiteten Methoden anwenden und in diesen Methoden lernen. (…ihren Lernprozess organisieren.)
  • Dokumentation der stattgefundenen kooperativen Lernformen in den Klassenbüchern.
  • gegenseitige Hospitationen der Lehrkräfte in den Stufen
  • evtl. Videosequenzen

Zu 3:

  • PC-Führerschein liegt vor
  • der Kompetenzerwerb jedes Kindes ist gemäß den Anforderungen der jeweiligen Klassenstufe im Führerschein gestempelt
  • 80% der Kinder erlangen die Kompetenzen gemäß PC-Führerschein

Zu 4:

  • Vergleich dieser Zahlen, Abgleich in der halbjährlichen Fallkonferenz und Rückschluss auf die Zusammensetzung der Fördergruppen.
    (Gegebenenfalls Änderung der Zusammensetzung der Fördergruppen ausschließlich nach Klassenzugehörigkeit oder nach Schwerpunkt des Förderbedarfs.)

 

Daten / Dokumente für die Evaluierung:

Zu 1:

  • Gewaltpräventionskonzept, Teilnehmerlisten Fortbildung, Dokumentation der Klassenratssitzungen, Konferenzprotokolle, Schülerbefragung (Reflexionsbögen)

Zu 2:

  • Arbeitsberichte („Klassenbücher“), Hospitationsberichte, evtl. Videosequenzen

Zu 3:

  • PC-Führerschein, Ergebnisübersicht

Zu 4:

  • Förderpläne, Protokolle der Fallkonferenzen, Dokumentation des Fördererfolgs durch Liste mit Vergleichsmöglichkeit für die Gesamtzahl, der Zahlen für Klasse 1/2 und für Klasse 3/4 und den Anteil der Kinder, die keiner weiteren Sprachförderung im bisherigen Ausmaß mehr bedürfen

Diese Ziel- und Leistungsvereinbarung wird am 04.07.2007 von der Schulleitung und der zuständigen Schulaufsicht unterschrieben.

 

Evaluierung:

Zu 1:

Die Fortbildungen fanden statt, das Konzept ist erstellt.

Der Vergleich der Umfrageergebnisse aus zwei aufeinanderfolgenden Jahren macht deutlich, dass Faustlos ein wichtiges Instrument zur Gewaltprävention darstellen kann, wenn die Methodik und Materialauswahl an die Gegebenheiten und Bedürfnisse der Schule angepast werden.

Sowohl Faustlos als auch der Klassenrat werden in allen Klassen durchgeführt und dokumentiert. Die Lehrkräfte geben sich gegenseitig Anregungen und Tipps zur Material- und Methodenauswahl.

Die beiden Inhalte Klassenrat und Faustlos werden beibehalten, es findet weiterhin eine jährliche Evaluation auf der Feedback-Konferenz der Schule statt.

Zu 2:

Die Kooperativen Lernformen gehören zu den standardmäßig angewendeten Unterrichtsmethoden in allen Klassen. Außerdem sind sie inzwischen in das Schulprogramm der Schule integriert.

Der Einsatzes von Kooperativen Lernformen in allen Klassenstufen wird beibehalten.

Zu 3:

Ein Konzept zum Umgang mit neuen Medien wurde erstellt, in den Klassen werden die vorgegebenen Inhalte bearbeitet. Die Ergebnisse werden im „Führerschein“ und in Übersichtslisten dokumentiert.

Die Arbeit mit neuen Medien gehört zum Unterrichtsalltag und wird gemäß Konzept fortgesetzt. Die Ergebnisse werden jährlich auf der Feedback-Konferenz der Schule evaluiert.

Zu 4:

Im Zuge der jährlichen Evaluation der Sprachförderung, der Beschäftigung mit dem Schulinspektionsbericht sowie der Veränderung des VHGS-Konzeptes der Schule wurde die additive Sprachförderung für die Klassen 2 bis 4 aus dem Förderband des Vormittages herausgelöst und auf den Nachmittag verlegt.

Somit lassen sich die Indikatoren wegen deutlich veränderter Rahmenbedingungen so nicht überprüfen.

Auf den Fallkonferenzen wurde deutlich, das beide Grundlagen für die Einteilung der Sprachfördergruppen (Klassenzugehörigkeit bzw. Phänomenorientierung) ihre Berechtigung haben. Dabei muss aber vom einzelnen Kind aus geurteilt werden, nicht nach systemischen Vorgaben. So werden aktuell beide Formen miteinander verbunden.

Ein endgültiges Urteil über die Effektivität lässt sich nicht fällen, es gibt teilweise große Fortschritte bei Kindern, teilweise aber auch nicht – egal nach welchem Kriterium die Fördergruppen zusammengestellt werden.

Ein Vergleich ist auch deshalb ausgesprochen schwierig, weil die Diagnoseinstrumente (v.a. die Hamburger Schreibprobe, HSP) in Klasse 3 deutlich höhere Anforderungen an die Rechtschreibsicherheit stellen als in Klasse 2 – somit wird darüber nicht nur die Sprachfähigkeit der Kinder getestet, sondern auch ihr Schreibvermögen.

Die additive Sprachförderung am Nachmittag wird beibehalten, in der VSK und den 1. Klassen ausgebaut.

Die integrative Sprachförderung wird mit dem Fach Mathematik verknüpft.

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