ZLV 2009 bis 2011

 

ZLVZiel- und Leistungsvereinbarung

zwischen der Grundschule Ohrnsweg und

der Behörde für Bildung und Sport

für die Schuljahre 2009 / 2010 und 2010 / 2011

 

Ziele mit Bezug auf den Orientierungsrahmen:

  1. An der Schule sind nachhaltig verlässliche Kooperations- und Teamstrukturen fester Bestandteil schulinterner Organisation zur Förderung der Unterrichtsqualität.
  2. Jedes Kind an der Schule gestaltet Teilbereiche seines Lernens selbstverantwortet.
  3. Im Lernbereich Mathematik erfolgt im Rahmen der integrativen Sprachförderung die systematische Erarbeitung eines Fachwortschatzes für die Jahrgangsstufen. Eine gezielte sprachgebundene Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts ist Bestandteil der integrativen Förderung.
  4. Die Kinder an der Schule setzen schriftliche (symbolische) Arbeitsaufträge zunehmend selbstständig um.

Vorhaben / Maßnahmen:

Zu 1:

  • Einführung eines Präsenztages für die Lehrkräfte
  • Jahresplanung mit Hospitationsphase

Zu 2:

  • Mit jedem Kind werden Lerngespräche geführt. Hierbei werden Lernentwicklung und Lernziele besprochen und vereinbart.
  • Selbstverantwortetes Lernen wird z.B. in Wochenplanarbeit, individuellen Zielen, Stationslernen, Tagesplanarbeit u.Ä. integriert.
  • Jedes Kind arbeitet mindestens einmal pro Schuljahr an einem selbst gewählten Thema und präsentiert seine Arbeitergebnisse.

Zu 3:

  • Die Fachkonferenzen Deutsch und Mathematik erarbeitet einen verbindlichen Rahmen / eine verbindliche Aufstellung für den Umgang mit dem Fachwortschatz Mathematik und weiteren sprachlichen Besonderheiten für alle Jahrgangsstufen bzw. Kompetenzstufen.
  • Die integrative Sprachförderung erfolgt auf der Basis von Rechengeschichten, die entschlüsselt, nachgespielt, erfunden und gelöst werden. Dabei werden die grundlegenden Fachbegriffe und sprachlichen Besonderheiten / sprachliche Vielfalt des Wortschatzes erarbeitet und fortlaufend dokumentiert.

Zu 4:

  • Die Lehrkräfte vereinbaren verbindlich ein einheitliches Vorgehen / Strukturen. (Grundlage für die Selbstständigkeit sind verständliche, klare Arbeitsaufträge. Die Selbstständigkeit wächst fortlaufend an, wenn die SchülerInnen kontinuierlich mit immer derselben Struktur konfrontiert werden. Die Lehrkräfte müssen die Umsetzung diszipliniert einfordern.)

 

Verortung in Bereichen des Orientierungsrahmens:

Zu 1:
Bereich 2.2, Merkmal 2.2.1

Zu 2:
Bereich 2.2, Merkmal 2.8.2

Zu 3:
Bereich 2.6, Merkmal 2.6.1

Zu 4:
Bereich 3.2, Merkmal 3.2.3

 

Indikatoren:

Zu 1:

  • Wöchentliche Teamsitzungen finden statt
  • Regelmäßige Hospitationsrunden der KollegInnen finden statt und werden ausgewertet.
  • Für die Grund- und die Unterstufe (zur Einführung der Primarschule) gibt es verantwortliche SprecherInnen.
  • Innerhalb dieser Stufen werden verbindliche Unterrichtsinhalte abgesprochen.

Zu 2:

  • Die Lerngespräche sind dokumentiert. Die SuS haben Zugang zu PCs zur Informationsbeschaffung und bekommen von den Lehrkräften die notwendigen Materialien zur Verfügung gestellt.
  • Jedes Team legt Zeiten für das selbstverantwortete Lernen seiner Klasse fest und dokumentiert diese.
  • Die Themen werden dokumentiert und die Ergebnisse den anderen Kindern präsentiert.

Zu 3:

  • Die Kinder führen ein Heft mit eigenen und fremden Rechengeschichten.
  • Die Arbeitsergebnisse werden fortlaufend dokumentiert und in das Portfolio der Kinder aufgenommen.
  • In den Klassen werden alle erarbeiteten Fachbegriffe sichtbar präsentiert und fortlaufend ergänzt.
  • Die Arbeitsergebnisse aus allen Lerngruppen werden auf den Fachkonferenzen vorgestellt und allen KollegInnen zur Verfügung gestellt.
  • Im Hamburger Rechen Test (HaReT) verbessern sich 65% der Schülerinnen und Schüler im Vergleich von Klasse 3 zu Klasse 4 beim Aufgabenteil „Textaufgaben“ (TA) individuell bei den Rohwerten um 10 Prozentpunkte.

Zu 4:

  • Eine Vereinbarung existiert
  • Die SchülerInnen reflektieren ihr eigenes Verhalten mittels verschiedener Reflexionsmethoden, die aus den kooperativen Lernformen bekannt sind oder mittels einer standardisierten Abhakliste. Die Ergebnisse dieser Reflexionen werden gesammelt.

 

Daten / Dokumente für die Evaluierung:

Zu 1:

  • Hospitationsplan
  • Auswertungsbögen
  • Protokolle von Stufensitzungen

Zu 2:

  • Dokumentationen der Lerngespräche und Themen
  • Zeitpläne für das selbstverantwortete Lernen

Zu 3:

  • Hefte mit Rechengeschichten
  • Portfolios
  • Plakate mit Fachbegriffen
  • Protokolle der Fachkonferenzen
  • Auswertungslisten HaReT

Zu 4:

  • Vereinbarung
  • Reflexionsergebnisse

Diese Ziel- und Leistungsvereinbarung wurde am 04.11.2009 von der Schulleitung und der zuständigen Schulaufsicht unterschrieben.

 

Evaluierung:

Die abschließende Evaluierung erfolgt nach Ablauf der ZLV, hier schon einmal die Zwischenbilanzierung mit der Schulaufsicht von Ende Juni 2010:

Ziel 1:

Die Präsenzzeit wurde eingeführt, die wöchentlichen Teamsitzungen finden aber noch nicht so regelmäßig statt, wie gewünscht. Dies hängt auch mit der Vielzahl an Arbeitsgruppen und Konferenzen zusammen, die für die Einführung der Primarschule notwendig waren. Im nächsten Schuljahr wird deren Struktur verändert, die Teamsitzungen sollten dann regelhaft stattfinden können. Außerdem wird es regelmäßige Sitzungen zum SVP alles»könner geben, die noch stärker als bisher die Veränderung von Unterricht, Methoden und Materialien in den Fokus nehmen.
Eine Hospitationsrunde der KollegInnen fand statt und wurde ausgewertet.
Für die Grund- und die Unterstufe (zur Einführung der Primarschule) werden die verantwortlichen SprecherInnen am Ende dieses Schuljahres gewählt, diese sorgen dann für die verbindliche Absprache von Unterrichtsinhalten.

Ziel 2:

Mit jedem Kind wurden gemeinsam mit den Eltern Lernentwicklungsgespräche geführt. Hierbei wurden Lernentwicklung und Lernziele besprochen und vereinbart sowie ein individuelles nächstes Ziel festgelegt. Die Gespräche basierten z.T. auf Vorbereitungsbögen, teilweise für alle Beteiligten, teilweise nur der Lehrkräfte. Im Prozess wurden für die Vorbereitung der nächsten Gespräche verbindliche Einschätzungs- und Dokumentationsbögen entwickelt. Darüber hinaus wurde festgelegt, wie die Lernentwicklung in einem Portfolio-Ordner dokumentiert wird.
Die Umsetzung der individuellen Ziele wird durch selbstverantwortetes Lernen z.B. in Wochenplanarbeit, Stationslernen, Tagesplanarbeit u.Ä. integriert.
Jedes Kind arbeitet pro Schuljahr an einem selbst gewählten Thema und präsentiert seine Arbeitergebnisse in der Klasse.

Ziel 3:

Die Erarbeitung des Fachwortschatzes wurde begonnen aber noch nicht abgeschlossen.
Viele Kinder führen ein Heft mit eigenen und fremden Rechengeschichten.
Viele Arbeitsergebnisse werden dokumentiert und in das Portfolio der Kinder aufgenommen.
In mehreren Klassen werden erarbeitete Fachbegriffe sichtbar präsentiert und fortlaufend ergänzt.
Die Arbeitsergebnisse aus den Lerngruppen wurden erst einmal auf den Fachkonferenzen vorgestellt und allen KollegInnen zur Verfügung gestellt.
Die Auswertung des Hamburger Rechen Test (HaReT) ist noch nicht erfolgt.

Ziel 4:

Die Vereinbarung existiert:
1. selbst lesen und verstehen
2. Partner / Experten fragen
3. Lehrkraft fragen
Dass die SchülerInnen ihr eigenes Verhalten mittels verschiedener Methoden, die aus den kooperativen Lernformen bekannt sind oder mittels einer standardisierten Abhakliste reflektieren, erfolgt bislang nur punktuell. Dies ist noch in der Umsetzungsphase und muss ähnlich wie bei Ziel 3 weiter vorangebracht, die Verbindlichkeit weiter erhöht werden.
Die Ergebnisse der Reflexionen werden z.T. schon in den Klassen gesammelt.

nach obennach oben