2.6.1 Beratung an der Grundschule Ohrnsweg

 

Leitbild und Verständnis von Beratung

Orientiert an der Aufgabenbeschreibung der Beratungslehrkraft ist Beratung als ein Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule zu sehen. Alle Mitglieder des pädagogischen Personals beraten Schüler und Erziehungsberechtigte in Fragen des Unterrichts, der Schullaufbahn und der Erziehung. Eine Beratungslehrkraft unterstützt diese Aufgabe und wird dann aufgesucht, wenn Probleme von den unmittelbar Beteiligten nicht mehr gelöst werden können. Der Zugang zu Beratung soll möglichst niedrigschwellig sein, weshalb es sinnvoll ist, diese Form der Unterstützung in der Schule stattfinden zu lassen, da sie den Kindern, Eltern und Pädagogen vertraut (s.o.) ist.

Beratung sollte möglichst frühzeitig einsetzen, damit Fronten sich nicht verhärten, Fehlentwicklungen sich nicht verfestigen und kein großer Leidensdruck entsteht. Die Beratungslehrkraft kann Konfliktgespräche zwischen Eltern, Schülern und Pädagogen moderieren, kann aber auch als Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Pädagogen in Einzelfällen zur Verfügung stehen. In dieser Position schafft sie einen Raum ohne Erfüllungszwang, in dem die Ratsuchenden Unterstützung bei der Lösung ihres Problems erfahren. Hierbei gilt es, die Ratsuchenden so zu unterstützen, dass sie selbst Ideen zur Lösungsfindung entwickeln. Bei Bedarf wird für den Ratsuchenden Kontakt zu weiteren Institutionen hergestellt.

Beratung findet immer unter den Prämissen der Allparteilichkeit, der Freiwilligkeit, der Vertraulichkeit und Verschwiegenheit statt. Die Schritte der Beratung werden transparent gemacht, Ziele und zeitliche Rahmen werden vereinbart. Sollte es nötig sein, Informationen an Dritte weiterzugeben, wird das im Vorwege mit den Ratsuchenden besprochen und das Einverständnis eingeholt. Die Beratungslehrkraft dokumentiert ihre Arbeit und gibt der Schulleitung einmal im Halbjahr einen Überblick über ihre Arbeit.

Diagnostik wird für die Recherche der Arbeit eingesetzt, die Testdiagnostik wird aber auch weiterhin schwerpunktmäßig von den Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen durchgeführt.