2.9 Konzeptionelle Überlegungen zu den Erlebnistagen

 

Konzeptionelle Überlegungen zu den Erlebnistagen – Organisation – Pädagogen bieten an – Schülerinnen und Schüler wählen aus – Erziehungsberechtigte unterstützen – Projektwoche                                                                

2.9.1 Organisation
2.9.2 Pädagogen bieten an
2.9.3 Schülerinnen und Schüler wählen aus
2.9.4 Erziehungsberechtigte unterstützen
2.9.5 Projektwoche

 

2.9.1 Organisation
Pro Schuljahr werden 3 „Erlebnistage“ mit unterschiedlichem Schwerpunkt durchgeführt. Die Entscheidungen, welches „Fach“ einen „Erlebnistag“ erhält, ob es einen bestimmten Rhythmus in der Abfolge der Schwerpunkte geben soll oder ob z.B. ein „Erlebnistag Spiele“ in jedem Jahr dabei sein soll, entscheidet das Kollegium. Dabei werden zunehmend Wünsche aus dem Schülerrat berücksichtigt. Die jeweiligen Fachkonferenzen beraten über die fachliche Schwerpunktsetzung, sammeln Vorschläge und treffen die Entscheidung für die jeweilige Kompetenz, die an diesem besonderen Tag im Focus steht. Eine Vorbereitungsgruppe bündelt die Vorschläge zu einem konkreten Angebotsplan und sorgt für Laufpläne, Türschilder für die Angebote, nimmt Kontakt mit interessierten Eltern auf und organisiert den Ablauf des „Erlebnistages“. Dieser Ablauf folgt immer dem gleichen Schema, so dass die Schülerinnen und Schüler mit zunehmender Sicherheit die Herausforderungen zur Selbstorganisation meistern und sich auf die eigenverantwortliche Wahl der Angebote konzentrieren können. Während der „Erlebnistage“ wird die klassische Einteilung des Vormittags nach Stundenplan aufgehoben. Die Schülerinnen und Schüler bekommen vorab einen „Laufzettel“, auf dem die unterschiedlichen Angebote aufgeführt sind. Die Räume, in denen ein Angebot stattfindet, werden am Tag vorher mit dem jeweiligen Schwerpunkt kenntlich gemacht. Die jüngeren Kinder können sich auf diese Weise schon am Vortag mit ihrer Lehrkraft auf den Weg machen, von den verschiedenen Angeboten erfahren und sie dem jeweiligen Raum zuordnen. Auf diese Weise wechseln auch sie selbstständig und sicher die unterschiedlichen Themenschwerpunkte.

2.9.2 Pädagogen bieten an
An den „Erlebnistagen“ bieten alle Pädagogen ein eigenes Angebot zum jeweiligen (Fach)Thema an – unabhängig von der individuellen Fachkompetenz. Die jeweilige Vorbereitungsgruppe hält Anregungen zu diesem Thema und entsprechende Angebote bereit. Auf diese Weise erfahren die Pädagogen eine Bereicherung durch den Austausch ihrer fachlichen Kompetenzen. Überfachliche Kompetenzen und Berührungspunkte zwischen klassischen Fächern, wie z.B. Geometrie und Kunst, Deutsch und Theater,…werden bewusst aufgegriffen und bereichern das Angebot. Die bearbeiteten Kompetenzen können im Fachunterricht berücksichtigt werden.

2.9.3 Schülerinnen und Schüler wählen aus
Durch die Etablierung von drei Erlebnistagen im Schuljahr erproben die Schülerinnen und Schüler eine weitere Form des selbstbestimmten Lernens. Von der Vorschule bis zum Jahrgang 4 wählen sie selbstständig aus, welche Angebote sie wahrnehmen möchten. Die jeweiligen Gruppen bilden sich immer jahrgangsübergreifend und befördern so die gegenseitige Hilfsbereitschaft der Kinder untereinander. Dies unterstützt das Kennenlernen der Schüler aus verschiedenen Jahrgängen und befördert die Akzeptanz, in unterschiedlichen Gruppen am selben Thema zu arbeiten. Dadurch, dass es einen Kompetenzschwerpunkt mit einem Oberthema für jeden Erlebnistag gibt, entspricht die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit diesem Thema der Arbeit an einem Lernarrangement: Auch hier bringen die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse wie auch ihre individuellen Fähigkeiten in die Bearbeitung des jeweiligen Themas ein und profitieren von den unterschiedlichen Zugängen und Facetten der Angebote.

2.9.4 Erziehungsberechtigte unterstützen
Interessierte Angehörige werden in der Elternschaft, bzw. im Elternrat angesprochen und unterstützen den Ablauf der Erlebnistage in verantwortlicher Position (Durchsagen, Orientierungshilfen, Auffangen und Beschäftigen von „Irrläufern“ …)

2.9.5 Projektwoche
Im Rahmen der jährlich stattfindenden Projektwoche wählen die Schülerinnen und Schüler Projekte aus, die in der Regel jahrgangsübergreifend angeboten werden. Hier findet eine „Durchmischung“ von Schülerinnen und Lehrern statt, die normalerweise im Unterricht nicht miteinander arbeiten. Die damit verbundene Chance eines „Aufbruchs“ aus alten Freundschaften und Gegebenheiten bietet die Möglichkeit, Themen zu bearbeiten und mit Kindern in Kontakt zu kommen, die neue Interessen wecken und Selbstvertrauen entwickeln können.