2.4.6 Multiprofessionelle Förderung und Beratung

 

Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen und Partnern – Kooperation mit der Beratungslehrkraft – Rolle der Förderkoordination – Ausblick – An der Grundschule Ohrnsweg gibt es auch Kinder in belasteten Lebenslagen, die häufig mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten verbunden sind. Durch die Kooperation von Jugendhilfe und Schule kommt

2.4.6.1 Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen und Partnern
2.4.6.2 Kooperation mit der Beratungslehrkraft
2.4.6.3 Rolle der Förderkoordination
  Ausblick

 

Neben Regelschullehrkräften arbeiten an der Grundschule Ohrnsweg Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und Erzieher. Diese Multiprofessionalität ist fruchtbar, um unterschiedliche Förderebenen zu bedienen und in der gemeinsamen Teamarbeit umzusetzen. Zusätzlich werden diese Professionen durch eine Beratungslehrkraft gestärkt und unterstützt.
Eine Vernetzung mit dem zuständigen ReBBZ ist gegeben.

2.4.6.1 Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen und Partnern
An der Grundschule Ohrnsweg gibt es auch Kinder in belasteten Lebenslagen, die häufig mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten verbunden sind. Durch die Kooperation von Jugendhilfe und Schule kommt ein weiterer Baustein der Förderung und Unterstützung hinzu. In diesem Projekt kooperieren Jugendamt und Schule, um niedrigschwellige Jugendhilfestrukturen über die Schule in die Elternhäuser zu tragen. Im Rahmen der Kooperation werden den Kindern Gruppenangebote zum sozialen Lernen gemacht. Zugang erhalten die Kinder und ihre Familien über Selbstmeldungen, durch die Vermittlung des Allgemeinen Sozialen Dienstes oder durch die Schule.

2.4.6.2 Kooperation mit der Beratungslehrkraft
Alle Pädagogen der Schule beraten Schüler und Erziehungsberechtigte in Fragen des Unterrichts, der Förderung, der Schullaufbahn und der Erziehung. Die Beratungslehrkraft unterstützt diese Aufgabe durch individuelle Angebote nach Rücksprache mit dem Jahrgangsteam. Der Zugang zur Beratung soll möglichst niedrigschwellig sein, weshalb es sinnvoll ist, diese Form der Unterstützung in der Schule stattfinden zu lassen, da sie den Kindern, Eltern und Pädagogen vertraut ist.
Im Fokus der unterstützenden Kooperation innerhalb der Schule stehen für die Beratungslehrkraft Kinder mit sozial-emotionalen Entwicklungsfeldern, die häufig mit belasteten Sozialkontakten, aber auch mit Schulangst, Leistungseinbrüchen oder Lernschwierigkeiten, mit Schwierigkeiten im Elternhaus bzw. im Kontakt zwischen Elternhaus und Schule verbunden sind. Durch die individuelle Beratung kann eine Stabilisierung des Schülers erreicht werden. Hierzu gehört es, dass sich Schule und Eltern als Partner begegnen und schulische und häusliche Erziehungsprozess verstärkt aufeinander abgestimmt werden können.

2.4.6.3 Rolle der Förderkoordination
Die Aufgabenbeschreibung der Förderkoordination orientiert sich an der Handreichung zum Integrierten Förderkonzept.
Die Koordinationsaufgabe und Einbeziehung der zuständigen Fachkräfte obliegt der Förderkoordination. Die Förderkoordination leitet zwei Mal jährlich die Förderkonferenzen, die für jede Klasse durchgeführt werden. Hierbei wird für jedes einzelne Kind geprüft, welche Stärken und Schwächen vorhanden sind. Mögliche Förderschwerpunkte werden mit allen Beteiligten abgesprochen. Es werden ebenfalls diagnostische Entscheidungen und die Erstellung bzw. Fortschreibung individueller Förderpläne koordiniert.
Die Förderkoordination ist verantwortlich für die Betreuung der FSJ-ler und sorgt für die Erstellung der Einsatzpläne. Sie kümmert sich um deren Belange, sowie um die Kommunikation mit den jeweiligen Jahrgangsteam und der Schulleitung.
Die Förderkoordination informiert die Erziehungsberechtigten über Förderungsmaßnahmen. Sie nimmt an den Sitzungen der Schulentwicklungsgruppe teil. Dies ist von besonderer Bedeutung, da die vorhandenen und zu entwickelnden Unterrichtskonzepte die Grundsteine für die Gestaltung der Förderkoordinierung bilden. Darüber hinaus beteiligt sich die Förderkoordination an der Fachkonferenz Sonderpädagogik. Die Förderkoordination berät die Schulleitung zur Verteilung der Ressourcen, sowie zum Personaleinsatz und zu innerschulischen Fortbildungen. Sie legt Rechenschaft über die Ressourcenverwendung gegenüber der Schulleitung und der Schulaufsicht ab und kann in der Schulöffentlichkeit Auskunft über die Umsetzung des Förderkonzeptes geben. Für die Dokumentation wurden Förderordner angelegt, die die Förderung der Kinder einer Klasse über die Grundschulzeit dokumentieren. Hier werden neben dem Förderkonferenzprotokoll als Klassenübersicht die Testergebnisse der HSP, des Stolperwörter Lesetests und des HaRet, die diagnosegestützten Förderpläne im Bereich LSE, die Übersicht der Förderschwerpunkte im Förderband, die Diagnosebögen der Sprachförderung sowie die Lernvereinbarungen der Lernförderung abgeheftet. Darüber hinaus ist es möglich, eine schülerbezogene Übersicht über die vier Schuljahre (plus ggf. Vorschule) anzulegen.

Ausblick
Allen Ausführungen liegt der Gedanke einer inklusiven Schulentwicklung zu Grunde. Eine inklusive Förderung trägt den Gedanken der Integration schon in sich und liegt nicht in der Implementierung eines besonderen Unterstützungssystems, sondern in der intensiven und kontinuierlichen Entwicklung von kompetenzorientiertem und individualisiertem Unterricht.