2.5.4 Das Konzept Klassenrat

 

Im Klassenrat bespricht eine Klasse selbstständig unter Einhaltung vereinbarter Verhaltens- und Gesprächsregeln ihre aktuellen Interessen und Probleme. Die Themen gehen vom Streit mit dem Nachbarn, über Wünsche an die Lehrer oder die Klassen, bis zu Freundschaftsbekundungen oder Lob für gute Leistungen oder vorbildliches Benehmen. Der Klassenrat ist ein Instrument, um demokratisches Handeln ab der Vorschule einzuüben. Alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse nehmen am Klassenrat gleichberechtigt teil und lernen so Selbst- und Mitbestimmung. Der Klassenrat wird in den ersten Jahrgängen unter der Leitung eines Lehrers eingeführt. Die Schüler lernen durch sein Vorbild wie eine Klassenratssitzung durchgeführt wird. Ab der zweiten Klasse werden die Schüler zunehmend befähigt, die Leitung des Klassenrats selbst zu übernehmen. Die Entscheidung, ob die Schüler die Leitung des Klassenrats übernehmen, obliegt der zuständigen Lehrkraft. In der Vorschule werden die Kinder schrittweise an die Struktur des Klassenrates herangeführt. In regelmäßigen gemeinsamen Pausenreflexionen beginnen die Kinder ihren Ärger und ihre Wünsche in Worte zu fassen und sich in die Gefühle ihre Klassenkameraden hineinzuversetzen.