2.3.1 Kooperatives Lernen

 

Kooperatives Lernen wird als Gruppenarbeit verstanden, die zunächst stark strukturiert ist. Durch verschiedene Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Schüler kooperativ mehr lernen als allein. Kooperatives Lernen im Unterricht wird im Zusammenhang mit individuellem Lernen entwickelt und mündet später in offenere Formen. Schüler lernen in verschiedenen Formen des Kooperativen Lernens zu arbeiten. Dabei wird die Qualität der Zusammenarbeit und des Lernergebnisses systematisch erhöht, indem verschiedene sogenannte Basiselemente (wie positive Abhängigkeit, individuelle Verbindlichkeit, soziale Fähigkeiten und Prozessevaluation) beachtet werden. Lehrer und Schüler verändern entsprechend die Bewertungsformen, sie trainieren einige – für die Zusammenarbeit grundlegende – soziale Fähigkeiten. Lehrer lassen die Schüler – nach verschiedenen Methoden – deren Zusammenarbeit und das gemeinsame Lernergebnis reflektieren. Im Laufe der Zeit werden die Schüler in der Organisation ihrer gemeinsamen Arbeit immer selbstständiger.
Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem individuellen Lernen durch den Einsatz von kooperativen Lernformen unterstützt. Kooperative Lernformen sind ein fester Bestandteil des Unterrichts in allen Klassen.
Dazu gibt es folgende Vereinbarungen:
Je drei Unterrichtsblöcke pro Woche enthalten verbindlich Elemente kooperativer Lernformen.
In den Jahrgängen 1-2 lernen die Schülerinnen und Schüler die kooperativen Lernformen „Kontrolle im Tandem“, „DAB“ und „Interview“ kennen und können sie anwenden. Die VSK bahnt Möglichkeiten hierzu an.
In den Jahrgängen 3-4 lernen die Schüler „Nummerierte Köpfe“, „Platzdeckchen“ und „Puzzle“ kennen und können in diesen Lernformen arbeiten.
In allen Klassen werden Reflexionsmethoden verbindlich angewandt.
Ab Klasse 4 ist darauf zu achten, dass mindestens eine der Kooperativen Lernformen pro Woche der jeweiligen Stufe entspricht.

2.3.1.a Kooperative Lernformen in ihrer Bedeutung für den Unterricht
Ausgehend vom individuellen Entwicklungsstand soll mit Hilfe der oben genannten kooperativen Lernformen die Heterogenität einer Lerngruppe genutzt werden. So können sich jede Schülerin und jeder Schüler entsprechend ihrer bzw. seiner Fähigkeiten und Interessen einbringen. Kooperative Lernformen bieten die Möglichkeit, in unterschiedlichen Gruppen zu lernen. Schülerinnen und Schüler finden ihren Platz in der jeweiligen Gruppe und können sich aus dieser Sicherheit heraus auf das Lernen einlassen. Dabei erfahren sie die Gestaltung von Arbeitsergebnissen als anspruchsvolle Herausforderung und erleben, dass sich diese Mühe lohnt. Sie koordinieren die Arbeit in der Gruppe, legen Verfahren, Zeiten und Regeln fest und achten auf deren Einhaltung. Dadurch gewinnen sie Sicherheit, denn der Ablauf des Unterrichts wird für sie transparent. Die Arbeitsaufträge an die Gruppe werden von den einzelnen Schülerinnen und Schüler als verbindlich erkannt, nach dem individuellen Vermögen bringen sich die Schülerinnen und Schüler dabei in den Arbeitsprozess der Gruppe ein. Kooperative Lernformen sind Unterrichtsmethoden, die sich von der Lehrerzentrierung verabschieden und den Schülerinnen und Schülern mehr Verantwortung für ihr Lernen übertragen. Dabei bieten sie dem Lehrer die Möglichkeit, verschiedene Schwerpunkte des Unterrichtsgeschehens in den Blick zu nehmen und einzelne Schülerinnen und Schüler bzw. die Arbeit in den unterschiedlichen Gruppen zu beobachten.

Weiterhin beinhalten Kooperative Lernformen eine intensive Reflexion der Lern- und Unterrichtsprozesse durch Schülerinnen und Schüler und Lehrer.

2.3.1.b Evaluation zu den kooperativen Lernformen

Ziel: Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem individuellen Lernen durch den Einsatz von kooperativen Lernformen unterstützt. Kooperative Lernformen sind ein fester Bestandteil des Unterrichts in allen Klassen.

Indikator Evaluations-
methode
Wann und wie oft? Wer?
Am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe sind den Schülerinnen und Schülern die für die jeweilige Klassenstufe festgelegten kooperativen Lernformen vertraut. Die durchgeführten kooperativen Lernformen werden quantitativ erfasst und auf der Feedback- Konferenz reflektiert. Zum Halbjahr und zum Schuljahresende. Alle Kollegen
Der Unterricht findet entsprechend den Festlegungen, in kooperativen Lernformen statt. Dokumentation in den Klassenbüchern Notation nach Teamabsprache Klassenteams